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Zuletzt aktualisiert: 26.02.2009 um 18:10 UhrKommentare

ÖSV-Kombinierer lehnten die Geschenke ab

Österreichs Kombinierer enttäuschten im Teambewerb mit Platz fünf.

Japan schafft Sensation

Foto © ReutersJapan schafft Sensation

Jene Zeiten, in denen Österreichs Kombinierer zu den verlässlichen Medaillen-Lieferanten zählten, sind Geschichte. Seit der Cheftrainer-Ära von Alex Diess (seit Sommer 2006) verfehlten die heimischen Athleten konstant die Podestplätze. So auch beim Teambewerb am Donnerstag in Liberec...

Im Pech. Dabei sah es vor dem Beginn des Springens rosig aus. Bei den Finnen fiel der erkrankte Weltcupführende Anssi Koivuranta aus, die Amerikaner scheiterten an einer peinlichen Panne: Bill Demong fand seine Startnummer nicht (sie hatte sich im Anzug verwurschtelt) - er durfte nicht springen und die "Amis" waren damit aus dem Rennen.

Vorsprung. Zwei Geschenke also, die Österreichs Chancen auf das erhoffte Edelmetall gehörig steigerten. Doch sie wurden nicht genutzt. Schon auf der Schanze konnte man den anvisierten Vorsprung nicht herausspringen, mit acht Sekunden Rückstand auf die Franzosen ging es für Bernhard Gruber, Willi Denifl, Christoph Bieler und Mario Stecher mit Platz zwei in die 4x5-km-Loipe. Dort bildete sich mit Frankreich, Österreich, Norwegen, Japan und Deutschland bald eine fünfköpfige Spitzengruppe.

Sensation. Während Gruber das Tempo mitgehen konnte, ereilte Denifl als zweiten Läufer der befürchtete Einbruch. Der Tiroler riss 32,8 Sekunden Rückstand auf und degradierte seine Kollegen Bieler und Stecher zu Loipen-Statisten. "Dafür hatte ich den besten Platz, um die Entscheidung mitzuverfolgen", meinte Stecher ironisch. So sah er mit Respektabstand, wie die Japaner vor Deutschland und Norwegen sensationell Gold holten, Stecher überquerte als Fünfter die Ziellinie. Damit markierten die Österreicher das schlechteste Team-Ergebnis seit 1999, wo es in Ramsau nur zu Rang sieben gereicht hatte.

Ersatz. Die letzte Chance auf Wiedergutmachung gibt's nun am Samstag beim Gundersen-Bewerb auf der Großschanze. Und dort dürfte Marco Pichlmayer den schwächelnden Denifl ersetzen.

ALEXANDER TAGGER, LIBEREC

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Foto © GEPA

Denifl K.o.Foto © GEPA

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Foto © APA

Bieler war auch nicht in TopformFoto © APA

Ergebnisse:

1. Japan (Yusuke Minato, TaiheiKato, Akito Watabe, Norihito Kobayashi)

2.Deutschland (Ronny Ackermann, Eric Frenzel, Björn Kircheisen, TinoEdelmann) zeitgleich

3. Norwegen (Mikko Kokslien, Petter Tande, JanSchmid, Magnus Moan)

4. Frankreich

5.Österreich (Bernhard Gruber, Wilhelm Denifl, Christoph Bieler undMario Stecher)

Teambewerb

Der Teambewerb der Kombinierer geht am Donnerstag über die Bühne. Das Langlaufen startet um 15:15 Uhr.
ORF1 überträgt live.


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