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Zuletzt aktualisiert: 24.02.2009 um 20:01 UhrKommentare

Schispringen: Loitzl im Nebeltraining von Großschanze voran

Zuschauen ist am Dienstag im ersten Großschanzen-WM-Training der Schispringer kaum möglich gewesen.

Wolfgang Loitzl ist im Nebel kaum zu sehen

Foto © ReutersWolfgang Loitzl ist im Nebel kaum zu sehen

Oft hörte man erst das Klatschen der Schi, dann wusste man, der Springer ist gelandet. Weltmeister Wolfgang Loitzl gelang die Umstellung vom kleinen auf den großen Bakken sehr gut, im dritten Versuch war er mit 128 Metern schon der Weiteste.

Befreites Springen. "Es war alles gleich, nur der Hintergedanke, dass ich relativ befreit springen kann. Die Medaille nimmt mir keiner mehr", meinte Loitzl zum ersten sportlichen Auftritt als neuer Champion. "Diese Leichtigkeit tut ganz gut, ich habe mich deutlich schneller umgestellt als auf der kleinen und habe die drei Sprünge genossen", so der Steirer gegenüber der APA. Ob das für die Konkurrenz nicht fast schon wie eine Drohung klinge? "Na ja, ich habe halt auf der kleinen schlecht angefangen und mich gesteigert. Jetzt habe ich schon besser angefangen, wenn es wieder so ähnlich funktioniert, ist wieder viel möglich. Aber deshalb bin ich ja da", meinte er locker.

Man sieht nichts. Bereits nach zwei Trainingsversuchen hat Gregor Schlierenzauer das unwirtliche Schanzengelände verlassen. "Es ist wirklich extrem, mir ist das überhaupt noch nie passiert. Man springt raus und sieht eigentlich nichts vom Boden her, da kriegt man es schon irgendwie mit der Angst zu tun", gestand Schlierenzauer, der kein unnötiges Risiko mehr eingehen wollte. Nach einer Steigerung von 115 auf 128 m war das auch nicht erforderlich.

Morgenstern besser. Für den "Unglücksraben" des ersten Bewerbs, Thomas Morgenstern, sah es trotz des trüben Wetters schon besser aus: 125 - 114 - 126 m lautete seine Serie. Im zweiten Durchgang hatte er aber einen anderen Anzug und andere Schi probiert. "Es war halt Nebel, wo man nicht einmal vom Auslauf bis zur Sturzlinie sieht. Das war schon eine sehr große Umstellung", meinte der Doppel-Olympiasieger nach dem Verzehr von gleich zwei Faschingskrapfen wieder gut gelaunt. "Auf die Bedingungen müsse man sich eben einstellen. Ich bin sehr zufrieden, die Sprünge waren lässig. Ich bin sehr glücklich, dass es so wieder hingehaut hat", sagte der Kärntner. Der Sturz vom vergangenen Samstag ist noch nicht ganz verdaut. "Abgehakelt ist es nicht, so einfach funktioniert das nicht. Aber ich kann es sowieso nicht mehr ändern und jetzt kann es losgehen auf der Großen", hofft Morgenstern.



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