ÖSV-Duos im Teamsprint in Seefeld deutlich zurück
Das Duo Sebastien Lacroix und Jason Lamy Chappuis hat am Freitag in Seefeld für Frankreich den Team-Sprint zum Weltcup der Nordischen Kombination gewonnen. Österreich 1 (Gruber/Stecher) beendete die Konkurrenz an achter Stelle.

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Lange Gesichter hat es am Freitag zum Auftakt des Weltcups in Seefeld bei den österreichischen Nordischen Kombinierer gegeben. Im erstmals seit 2007 ausgetragenen Teamsprint, der nur zur Nationenwertung zählt, kamen Bernhard Gruber und Mario Stecher mit einem Rückstand von 1:11,5 Minuten über Rang acht nicht hinaus. David Kreiner und Tomaz Druml belegten Platz neun (1:24,6 zurück). Der Sieg ging an das französische Duo Sebastien Lacroix und Weltcupspitzenreiter Jason Lamy Chappuis in 41:30,1 Minuten.
"Heute haben wir uns wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert", bekannte der Wahltiroler Mario Stecher freimütig. Bei der bisher letzten Auflage des Teamsprints 2007 in Ruhpolding hatte Stecher mit Christoph Bieler als Dritter noch den Sprung auf das Podest geschafft. Diesmal ging das ÖSV-Duo nach einen durch Wind beeinträchtigten Sprung Grubers nur als 13. mit einem Rückstand von 50 Sekunden in den je 5 mal 1,5-km-Langlauf. "Wenn man so weit hinten liegt, ist es natürlich schwierig, die letzten Prozent noch zu geben", erklärte Stecher, bei dem sich sein Partner Gruber entschuldigte: "Ich habe beim Laufen einen wirklich schlechten Tag gehabt.".
"Gruber hatte nach der dritten Runde große Probleme", ergänzte Nationaltrainer Baard Jörgen Elden. Für die beiden Einzel-Wettkämpfe am Samstag und Sonntag in seinem "Wohnzimmer" in Seefeld ist Stecher dennoch zuversichtlich: "Ich kenne hier jeden Meter der Loipe. Mir muss nur noch einmal so ein Sprung wie heute gelingen", sagte der 34-jährige Steirer, der erst bei 98,5 m gelandet war.
Die zweite rot-weiß-rote Paarung Kreiner/Druml fiel nach Platz sechs im Springen noch auf Platz neun zurück. "Wir haben zu wenig riskiert", analysierte Kreiner. Sein Partner sprach von einem sehr harten Rennen. "In der dritten Runde war ich fertig, da haben meine Beine zugemacht", schilderte der 23-jährige Kärntner, "dieser permanente Wechsel machte mir arg zu schaffen. " Die Österreicher waren die einzigen, die in der Wechselzone einen Ergometer hatten, auf dem sich die Läufer in ihren Pausen in Bewegung hielten.
Trainer Elden unzufrieden
Trainer Elden, der nach den Weltcup-Rennen am vergangenem Wochenende in Ramsau von einer Aufwärtsentwicklung gesprochen hatte, war mit dem Abschneiden im Teamsprint nicht zufrieden. "Das war nicht optimal", bekannte der Norweger, gestand jedoch gleichzeitig, dass man keine Erfahrungswerte mit dem oftmaligen Wechsel hatte: "Dieser Bewerb ist etwas anders. Den muss man anders anlegen. Wir sind es zu schnell angegangen. Aber wir werden daraus lernen." Für die beiden Einzelwettkämpfe werden die Karten jedoch neugemischt, ist Elden überzeugt.
Den Teamsprint gewann Frankreich 1 mit Lacroix und dem Weltcupleader Lamy Chappuis, die zehn Sekunden hinter den Finnen Janne Ryynänen und Eetu Vähäsöyrinki als Dritte ins Rennen gingen. Doch bereits beim ersten Wechsel übernahm Frankreich die Führung, Lamy Chappuis stellte wie zuletzt in Ramsau im Finish souverän den Sieg sicher, 2,2 Sekunden vor dem sensationell laufendem italienischen Duo Lukas Runggaldier und Alessandro Pittin (nur 12. nach dem Springen). Dritte wurden die Norweger Mikko Kokslien und Magnos Krog, die beide in diesem Winter schon Einzelbewerbe gewonnen haben, mit 4,1 Sekunden Rückstand.
Der Weltcup in Seefeld wird am Samstag (12.45/15.45) und Sonntag (12/14.30) mit den Einzelwettkämpfen fortgesetzt.















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