Lamy gewann in Lillehammer - Stecher 3.
Auch im vierten Weltcup-Bewerb der Nordischen Kombinierer haben Österreichs erfolgreiche Athleten wieder einen Podestplatz geholt: Stecher holte sich Rang drei, Gottwald wurde vierter.

Foto © Reuters I KAI PFAFFENBACHMario Stecher
Österreichs Nordische Kombinierer mischen im Weltcup weiter ganz vorne mit. Mario Stecher lief am Sonntag in Lillehammer zum zweiten Mal in dieser Saison auf Platz 3, musste sich im Finish dem Samstag-Sieger Mikko Kokslien (NOR) hauchdünn nach Zielfotoentscheid geschlagen geben. Der mit 20 Sekunden Vorsprung in die 10-km-Loipe gegangene beste Springer Jason Lamy Chappuis (FRA) feierte einen Start-Ziel-Sieg, Felix Gottwald überzeugte läuferisch wieder sehr und wurde nach neuerlich toller Aufholjagd noch Vierter.
Damit haben die ÖSV-Kombinierer auch im vierten Weltcup-Bewerb einen Podestplatz geholt. Während Gottwald auf Stecher nur 1,4 Sekunden fehlten, holten auch Willi Denifl (9.), David Kreiner (14.), Tomaz Druml (17.), Christoph Bieler (21.), Bernhard Gruber (27.) und Lukas Klapfer (30.) Weltcup-Punkte. Vor allem in der Loipe lieferten die Österreicher angeführt vom klar Schnellsten Gottwald ausgezeichnete Leistungen.
Stecher, der sich am Vortag nach verpatztem Sprung vom 30. auf den 15. Platz verbessert hatte, war freilich weit zufriedener mit seinem zweiten Lillehammer-Auftritt. "Die Ausgangsposition war heute deutlich besser. Ich bin im Rennen taktisch gut unterwegs gewesen und ließ es auf einen Zielsprint ankommen. Mikko war zwar knapp vor mir, aber für den Podestplatz hat es gereicht. Ich bin gut in Form, jetzt geht es aber ab in die Heimat und in Ramsau werden wir unsere Serie hoffentlich fortführen", gab der Steirer schon einen Ausblick auf den letzten Bewerb vor Weihnachten.
Gottwald und das Springen
Triple-Olympiasieger Gottwald, der trotz eines 1:58-Minuten-Rückstandes wieder ans Siegespodest "anklopfte", bot eine tolle Laufleistung. "Im Springen hab' ich heute leider keine Veränderung vollziehen können, das werden wir aber zu Hause wieder in Angriff nehmen. Ich möchte mich nicht an die Rückstände um die zwei Minuten gewöhnen. Das Rennen war wieder gut." Der Salzburger hat zwar damit spekuliert, Lamy Chappuis noch zu erwischen, doch er habe etwas zu früh attackiert. "Da haben mir im Finish dann die nötigen Körner gefehlt."
Aber auch die anderen ÖSV-Leute zeigten klare Aufwärtstendenz, so verbesserte sich David Kreiner mit der zweiten Laufzeit des Feldes vom 38. auf den 14. Platz, und auch Nachwuchsmann Tomaz Druml gelang mit vierter Laufzeit der Sprung von Platz 37 auf 17. Lukas Klapfer holte als 30. seinen heuer ersten Weltcuppunkt.
"Ich konnte zu Beginn des Rennens von der Gottwald-Lok profitieren und bin auch dann einen guten Rhythmus gelaufen. Fakt ist aber, dass auf der Schanze etwas passieren muss. Wir werden jetzt gezieltes Training auf kleineren Schanzen machen, um diesen Zustand zu verbessern", war Kreiner schon ganz auf die Zukunft fokussiert, und auch der Cheftrainer Bard Jörgen Elden hofft für den Heim-Weltcup auf einen weitere Steigerung. "Wir haben einen Podestplatz, alle Athleten in den Punkten und die Laufzeiten 1, 2, 4, 9, 12 und 16. Ich bin mit diesem Wochenende sehr zufrieden. Die Sprungergebnisse haben aber gezeigt, dass es auf der Schanze noch viel Potenzial gibt. Dieses werden wir versuchen, bis Ramsau zu wecken."
Die Österreicher reisen am Montag ab und bereiten sich kommende Woche in individuellen Trainingseinheiten in Ramsau, Seefeld und Saalfelden vor, ehe man sich am 14.12. in der Ramsau wieder treffen wird.
Platz zwei am Nebenschauplatz Kontinentalcup gab es für den Oberösterreicher Dominik Dier im Bewerb in Steamboat Spring (USA) hinter Lokalmatador Todd Lodwick. Der Doppel-Weltmeister hatte auf einen Weltcupstart verzichtet, weil er an seinen Heimbewerben teilnehmen wollte.










