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Zuletzt aktualisiert: 20.11.2009 um 15:10 UhrKommentare

Gottwald und Co gehen voller Erwartungen in die Saison

Die hohen Erwartungen des Nordischen ÖSV-Direktors Toni Innauer beruhen nicht nur auf der Rückkehr des zweifachen Olympiasiegers Felix Gottwald, sondern auch auf den guten Vorbereitungen im Sommer.

Das Team

Foto © GEPADas Team

Mit großen Erwartungen gehen die österreichischen Nordischen Kombinierer in die neue Saison, die am letzten November-Wochenende in Kuusamo (Finnland) starten wird. Dies betonte Innauer am Freitag in Salzburg bei der Bekanntgabe einer dreijährigen Kooperation zwischen den nordischen Kombinierer und der Stiegl-Brauerei.

"Durch die Rückkehr von Gottwald haben wir zwei Trainingsgruppen installiert. Eine Konstellation, die es bisher noch nie gab, die aber sicherlich erfolgsversprechend ist, wie die Biathleten in der Vorsaison bewiesen haben", sagte Innauer, der als großes Saisonziel ein bis zwei Medaillen bei den Olympischen Spielen in Vancouver (CAN) vorgab.

Intermezzo

Unter den neuen norwegischen Trainer Bard Jörgen Elden (Trainingsgruppe 1a) arbeiteten unter anderem Mario Stecher. Unter Günther Chromecek, der nach einem Intermezzo in der Schweiz wieder zum ÖSV zurückgekehrt ist, Felix Gottwald und David Kreiner.

Im Sommer wurde nicht nur an der Sprungtechnik gefeilt, sondern auch an der Langlauftechnik besonders durch Elden, der als Aktiver ein begnadeter Langläufer war. "Da haben bei uns am Anfang schon die Köpfe geraucht, es war eine harte Umstellung der Langlauftechnik", bekannte Bernhard Gruber.

Felix Gottwald, der nach zweijähriger Pause seine zweite Karriere startet ("Es ist kein Comeback"), betonte, dass dies ein Genussprojekt sei, in dem er jeden Tag genießen möchte. "Ich habe darum gekämpft, in die Mannschaft zu kommen. Jetzt geht es darum mich beim ÖOC mit guten Ergebnissen vorzustellen", sagte Gottwald, der bei den Spielen in Turin als Doppel-Olympiasieger für Furore gesorgt hatte.

Testwettkampf

Den ersten Testwettkampf vor zwei Wochen konnte Gottwald für sich entscheiden. "Es fühlt sich alles wieder gut an, besonders beim Springen. Da versuche ich die Einfachheit in jeden Sprung zu legen", erzählte der Superstar. Den zweiten Testwettkampf in Kuusamo, an dem auch die Finnen mit Hannu Manninen teilnahmen, entschied Stecher für sich. Er wurde vor dreieinhalb Wochen zum ersten Mal Vater.

Günther Chromecek, der vor dem Karriereende Gottwalds als Trainer beim ÖSV war und nun wieder zurückkehrte, berichtete, dass man zuletzt in Finnland hervorragende Trainingsbedingungen hatte. "Wir sind gut drauf", betonte der Salzburger, "unser Vorteil ist nun, dass es durch die zwei Trainingsgruppen ein starkes Konkurrenzdenken gibt. Jeder will der Bessere sein."

Trainer Bard Jörgen Elden, der sich für den Termin in Salzburg entschuldigt hatte, habe laut Chromecek hervorragende Arbeit geleistet. "Wenn ich die Läufer beim Langlaufen sehe, denke ich mir, das schaut ganz anders aus als früher", schilderte Chromecek die Arbeit seines Trainerkollegen. Doch auch auf das Springen, bei dem Österreich immer schon eine Macht war, wurde nicht vergessen. "Das ist wie bei einem Fußballer, der ein Rechtsfüßler ist", verglich Chromecek. "Wenn man den linken Fuß stärken will, darf auf das Training mit dem rechten nicht vergessen."

Die Nordischen Kombinierer kehrten am Mittwoch von ihrem Trainingslager in Kuusamo zurück, werden aber bereits wieder am Dienstag zum Weltcup-Auftakt nach Finnland reisen. Aufgrund der frühlingshaften Temperaturen ist ein reguläres Training in Österreich derzeit nicht möglich.

Beim Pressetermin am Freitag in Salzburg fehlte Christoph Gruber, da ihm am Donnerstag eine Talgdrüse am Kopf unter Vollnarkose entfernt wurde. Am Dienstag reist Bieler aber mit der Mannschaft nach Finnland.


Mannschaft für Weltcupstart in Kuusamo:

Christoph Bieler,Felix Gottwald, David Kreiner, Mario Stecher, Bernhard Gruber, LukasKlapfer, Willi Denifl, Marko Pichlmayer

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