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    Zuletzt aktualisiert: 09.11.2010 um 20:12 UhrKommentare

    Jürgen Pinter - der Karriere zweiter Teil

    Nach seiner Zwangspause ist Jürgen Pinter zurück auf der internationalen Langlauf-Bühne. Die Weltmeisterschaft in Oslo 2011 ist das Ziel des Kärntners.

    Jürgen Pinter

    Foto © GEPAJürgen Pinter

    Der 21. November 2008 war ein Tag, an dem sich das Leben von Jürgen Pinter grundlegend geändert hat. Der Kärntner Langläufer wurde vom Internationalen Sportgerichtshof wegen Nutzung einer verbotenen Methode für vier Jahre - rückwirkend ab 1. März 2006 - gesperrt. Das Bittere daran: Doping wurde Pinter nie nachgewiesen.

    Jetzt, nach Ablauf der Sperre und einigen Alpen-Cup-Rennen im Frühjahr, soll die zweite Karriere richtig Fahrt aufnehmen. Derzeit trimmt sich der 31-Jährige bei Sonnenschein und Temperaturen um minus zehn Grad in Susjoen (NOR) für kommende Aufgaben. Neben Weltcup-Einsätzen soll die Nordische Schi-WM in Oslo 2011 den Höhepunkt bilden. "Es ist für jeden Sportler das Größte, im Mutterland des Langlaufs bei einer WM anzutreten", betont Pinter. Der Gedanke an Oslo war es auch, der den dreifachen Familienvater am harten Weg zurück motivierte.

    Unterstützung

    "In den ersten Wochen nach der Sperre war ich geknickt, war auch das Karriereende kurz ein Thema. Aber bald kam die Motivation zurück. Mein Arbeitgeber, die Zollwache, und der Österreichische Skiverband standen hinter mir", sagt der Rosentaler. Die stärkste Säule am Weg zurück war aber die Familie. "Die Zeit zu Hause habe ich genossen. Ich konnte miterleben, wie meine Kinder aufwachsen. Und wer zu den echten Freunden zählt, weiß ich nun auch. Ich sehe heute viele Dinge lockerer. Selbst die Geschichte mit der Sperre ist abgehakt", erklärt der Langlauf-Routinier.

    Wie lange die "neue" Karriere dauern wird, weiß Pinter noch nicht genau. Er will nur von Jahr zu Jahr denken. Olympia ist kein Thema. Pinter wurde vom Internationalen Olympischen Komitee auf Lebzeit von den Spielen ausgeschlossen. Pinter kritisiert das ÖOC, von dessen Seite nie Unterstützung kam: "Da hat sich niemand für irgendwas entschuldigt", so Pinter, mit dem Verweis, dass das ÖOC selbst einem Scherbenhaufen gleiche.

    Das ursprünglich in zehn Tagen geplante Weltcup-Comeback musste Pinter auf Dezember verschieben. Eine im Oktober aufgerissene Erkrankung warf ihn zu weit zurück.

    ANDREAS JANDL

    Jürgen Pinter

    • Geboren: 30. März 1979 in Villach
    • Wohnort: Faak am See
    • Familie: Gattin Marion, Kinder: Natascha (13) und die Zwillinge Fiona und Chiara (4)
    • Schiklub: Union Köstenberg
    • Karriere: WM in Sapporo 2007: 9. Platz Teamsprint, 11. Platz Staffel, 29. Platz über 15 km, Weltcup: 13. in Davos 2007 (die Ergebnisse wurden mit der Sperre gestrichen)

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