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  • 28. August 2014 01:11 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 23.02.2009 um 10:22 UhrKommentare

    Biathlon-WM: Die Bilanz des Chefs

    Gold und Silber durch Dominik Landertinger und Christoph Sumann im Massenstart, Silber in der Staffel. Hinter Österreich liegt die erfolgreichste Biathlon-WM seiner Geschichte. Dennoch glaubt ÖSV-Direktor Markus Gandler sein Team noch nicht am Höhepunkt.

    Markus Gandler ist zufrieden mit seinen Jungs

    Foto © GEPAMarkus Gandler ist zufrieden mit seinen Jungs

    Denken Sie drei Tage zurück. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie das vergangene Wochenende Revue passieren lassen?
    Markus Gandler: "Es ist unglaublich, was die Burschen da geleistet haben. Das sind so wilde Hunde. Wir hätten hier auch ohne eine einzige Medaille wegfahren können. Das kann im Biathlon sehr schnell gehen. Dann machen wir drei in zwei Tagen. Das ist ein Wahnsinn. Besser und schöner geht es einfach nicht."

    Dabei ist es zu Beginn der WM ganz und gar nicht für Ihr Team gelaufen.
    Gandler: "Das stimmt. Wir sind nicht mit den Bedingungen zurecht gekommen und waren auch nicht vom Glück verfolgt. Einiges ist zusammengekommen. Die ersten Bewerbe sind zudem nicht wirklich unsere gewesen. Aber dadurch hat sich niemand aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben eine Medaille erwartet. Dann holen wir Gold und zweimal Silber - das sind alles Superlative."

    Die Weltcup-Saison ist noch lange nicht zu Ende. Wie soll es nach so einer WM weitergehen?
    Gandler: "In dieser Mannschaft steckt noch enorm viel Potenzial. Wir haben ein komplettes Team mit vielen Spitzenleuten, nicht nur die vier, die die Staffel gelaufen sind. Kompliment an die Trainer - Alfred Eder, Reinhard Gösweiner, Walter Gapp. Was sie in so kurzer Zeit aufgebaut haben, das habe ich in diesem Ausmaß nicht für möglich gehalten. Neben dem Staffel-Weltcup haben wir jetzt auch Chancen, dass Christoph Sumann den Massenstart-Weltcup gewinnt. Das sind unsere nächsten Ziele."

    Um Olympia 2010 müssen Ihre Athleten allerdings bangen, weil einige Betreuer nach Turin 2006 nicht mehr für akkreditierungswürdig befunden werden. Sind die jüngsten Erfolge ein weiteres Argument beim ÖOC, die Sperren zu überdenken?
    Gandler: "Das weiß ich nicht. Das ist auf einer Ebene, wo ich mich ein Jahr vorher nicht darum kümmern will. Man sieht, dass bei uns sauber und gut gearbeitet wird - und auch sehr erfolgreich. Man sollte die Fakten auf den Tisch legen. Viele sind unschuldig. Irgendwann einmal wollen wir Vergangenes hinter uns lassen und positiv in die Zukunft blicken."

    Wie geht das Team mit dieser Ungewissheit um? Haben Sie diese Erbschuld überwunden?
    Gandler: "Derzeit machen sie sich noch keine Sorgen. Sie haben gerade drei Medaillen gemacht in einem Sport wie Biathlon, in dem die Dichte so hoch ist. Wir wollen konsequent weiterarbeiten, damit wir noch weiter kommen, damit dieser Höhenflug nächstes Jahr anhalten kann - auch bei den Olympischen Spielen."

    Biathlon begeistert gerade in Deutschland die Massen. Wo sehen Sie den Sport im internationalen Vergleich?
    Gandler: "Jede Nation hat ihre Traditionssportart. Im Winter ist das in Deutschland ganz klar der Biathlon. Wenn wir konstant vorne dabei sind, dann kann es aber auch in Österreich einen Boom geben. Es liegt also an uns, weiter so erfolgreich zu sein. Die Leute sind immer zu begeistern, wenn Erfolg da ist. Da ist die Sportart egal. Im Biathlon ist die Leistungsdichte aber wahrscheinlich größer als in jeder anderen Wintersportart."


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