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    Zuletzt aktualisiert: 04.03.2012 um 16:07 UhrKommentare

    Wieder nur "Blech" für Mesotitsch

    Der Kärntner Daniel Mesotitsch verpasste auch am Sonntag bei der Biathlon-WM in Ruhpolding nur knapp das Stockerl. 6,3 Sekunden fehlten auf die Bronze-Medaille.

    Daniel Mesotitsch

    Foto © GEPADaniel Mesotitsch

    Der Kärntner Daniel Mesotitsch hat sich am Sonntag auch im zweiten Einzelrennen der Biathlon-Weltmeisterschaften in Ruhpolding mit dem undankbaren vierten Platz begnügen müssen. Der 35-Jährige lag in der Verfolgung über 12,5 km lange auf Medaillenkurs, musste kurz vor dem Ziel aber noch den Russen Anton Schipulin vorbeilassen. Über Gold durfte vor 28.000 Zuschauern wie im Sprint Titelverteidiger Martin Fourcade jubeln.

    "Bei WM zählen eben nur die Medaillen"

    Der Franzose setzte sich vor dem Sprint-Dritten Carl Johan Bergman (SWE/5,2 Sek.) und dem als 13. gestarteten Schipulin (22,1) durch. Mesotitsch fehlten diesmal nur 6,3 Sekunden auf seine erste WM-Einzelmedaille. Anders als nach dem Sprint war die Enttäuschung des ÖSV-Skijägers über "Blech" diesmal aber groß. "Ich habe Bronze einen Kilometer vor dem Ziel verloren, das ist schon bitter. Heute bin ich schon enttäuscht, weil mehr möglich gewesen wäre. Zu sagen, ich habe mit dem vierten Platz überhaupt keine Freude, wäre übertrieben, aber bei der WM zählen eben nur die Medaillen", sagte Mesotitsch.

    Zur Halbzeit des Rennens war der Rosentaler sogar in Führung gelegen, deshalb ärgerte er sich auch gehörig über den unglücklichen Ausgang. "Heute war die Chance, sogar Weltmeister zu werden, relativ groß. Ich habe sie vertan, wer weiß, wann sie wiederkommt. Dementsprechend geknickt bin ich auch." Zudem sei das Rennen ungünstig für ihn verlaufen. "Mit ein bisschen mehr Glück wäre es sich ausgegangen", meinte Mesotitsch.

    Je ein Fehlschuss bei den abschließenden Einlagen verhinderten die mögliche Medaille, denn läuferisch konnte Mesotitsch mit dem Toptrio Fourcade (4 Schießfehler), Bergman (2) und Schipulin (1) nicht ganz mithalten. Auch ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner war die Enttäuschung über die neuerlich knapp verpasste Medaille ins Gesicht geschrieben. "Das tut weh, aber leider laufen die da vorne alle sehr, sehr stark. Es war aber ein super Rennen von Meso", meinte Gösweiner gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

    Am Dienstag letzte Chance für Sumann

    Die restlichen Österreicher landeten wieder im geschlagenen Feld. Dominik Landertinger (31./4 Strafrunden), Simon Eder (34./2) und Christoph Sumann (42./2) konnten sich nach bereits schlechten Sprintergebnissen nicht entscheidend verbessern. Ex-Weltmeister Landertinger hatte sich zunächst bis an die zehnte Position nach vorne gearbeitet, vier Fehler im letzten Schießen ("Ein Blackout. Ich kann nur noch hoffen, dass es irgendwann wieder bergauf geht.") machten seine Hoffnungen auf einen Spitzenplatz dann aber jäh zunichte.

    Auch Sumann zeigte neuerlich eine für seine hohen Ansprüche schwache Leistung. "Das war wieder gar nichts. Wenn ich im Einzel so laufe, komme ich nicht einmal ins Ziel", sagte der sichtlich gezeichnete Steirer, der sich seinen WM-Abschied ganz anders vorgestellt hat und nun am Dienstag wohl seine letzte Chance hat.

    Denn wie Landertinger und Eder braucht Sumann im 20-km-Rennen einen Spitzenplatz, um sich noch für den abschließenden Massenstart zu qualifizieren. Mesotitsch hat das längst geschafft. Zweimal Gold nach zwei Bewerben hat Fourcade geschafft, das übertrifft seine kühnsten Träume. "Zwei Goldmedaillen sind viel mehr, als ich mir in meinem ganzen Leben erwartet habe", stellte der 23-Jährige fest.

    Manuel Zankl/APA aus Ruhpolding

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