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ÖSV gab Kader für die Saison 2012/2013 bekannt Noch zwei Medaillen-Chancen für ÖSV-Herren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Biathlon Nächster Artikel ÖSV gab Kader für die Saison 2012/2013 bekannt Noch zwei Medaillen-Chancen für ÖSV-Herren
Zuletzt aktualisiert: 11.03.2011 um 15:18 UhrKommentare

Staffel-Gold für Norwegen - Österreich nur Neunter

Norwegen triumphiert im WM-Staffelbewerb in Sibirien vor Russland und der Ukraine. Österreich mit Eder, Landertinger, Mesotitsch und Sumann enttäuscht mit Rang neun.

Sieg für Norwegen

Foto © ReutersSieg für Norwegen

Österreichs Biathlon-Herrenstaffel hat am Freitag bei den Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk den angepeilten Spitzenplatz klar verpasst. Das Quartett Simon Eder, Dominik Landertinger, Daniel Mesotitsch und Christoph Sumann, bei der WM 2009 und den Olympischen Spielen im Vorjahr noch Silbermedaillengewinner, belegte lediglich Platz neun. Gold ging an Olympiasieger und Titelverteidiger Norwegen, der sich trotz zweier Strafrunden vor Gastgeber Russland (+ 13,4 Sek./0 Strafrunden) und der Ukraine (28,0/0) durchsetzte. Österreich hält damit bei den Titelkämpfen in Sibirien mit Bronze vom Sumann im Einzel weiter bei einer Medaille. Am Samstag (14.30 Uhr/live ORF eins) werden die Herren-Bewerbe mit der Massenstart-Konkurrenz abgeschlossen.

Der Staffelbewerb über 4 x 7,5 Kilometer begann bei diesmal erträglichen Temperaturen mit einem fehlerfreien Liegendschießen von Eder zwar verheißungsvoll. Nach dem Stehendanschlag musste der Salzburger aber einmal in die Strafrunde, womit die Medaillenränge früh und auch endgültig außer Reichweite gerieten. Eder musste erstmals in seiner Karriere bei einer Staffel eine Strafrunde laufen. "Das tut mir sehr leid für die drei Jungs. Das war meine erste Strafrunde in einer Staffel, das ist mir noch nie passiert. Ich bin einfach nicht in den Rhythmus gekommen", meinte Eder zur APA - Austria Presse Agentur. Er übergab nur als 16. an Landertinger.

"Läuferisch war die Schlussrunde ein Katastrophe"

Der Tiroler machte dank guter Schießen mit nur einem Nachlader acht Plätze und auch eine halbe Minute auf die Spitze gut. "Das war endlich ein super Rennen von mir", freute sich der zuletzt so arg gebeutelte Massenstartweltmeister über einen persönlichen Teilerfolg. Mesotitsch verlor danach wegen fünf Nachladern aber wieder wertvolle Zeit und schickte Schlussläufer Sumann an elfter Position ins Rennen. Der Steirer hielt sich mit nur einem Fehlschuss schadlos, war aber auf der Schlussrunde am Ende seiner Kräfte und kam schließlich 1:17,9 Minuten hinter Norwegen ins Ziel. "Läuferisch war die Schlussrunde ein Katastrophe. Das Schießen war aber okay", betonte Sumann und verwies auf bereits fünf absolvierte Rennen seit WM-Beginn.

Der Einzel-Dritte bekräftigte, dass aufgrund des Rennverlaufes viel mehr möglich gewesen wäre. "Es war viel mehr drinnen. Das Rennen ist uns eigentlich entgegengekommen, weil am Schluss alle danebengeschossen haben. Aber das spiegelt unsere Saison wider, wir sind momentan einfach einen Schritt hinten nach", meinte der Routinier. Sumann tritt wie Eder am Samstag im Massenstart an. "Morgen werde ich noch einmal voll angreifen", versprach Sumann. ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner musste nach zwei Staffelmedaillen bei Großereignissen diesmal mit einem Platz im Mittelfeld vorlieb nehmen. "Es ist leider so, dass alle vier gut durchkommen müssen, damit man vorne dabei ist. Wenn man einmal hinten ist, muss man riskieren und dann passiert eben der eine oder andere Fehler", erklärte der enttäuschte Chefcoach im APA-Gespräch.

Auch ÖSV-Biathlonchef Markus Gandler war mit dem Abschneiden, dem schlechtesten bei einer WM seit 2004, natürlich nicht zufrieden. "Das war absolut nicht unser Tag. Das ist nicht unser Standard, dieses Rennen muss man abhaken", meinte der Tiroler. Auch Ex-Weltmeister Deutschland blieb weit hinter den Erwartungen und wurde nach drei Strafrunden von Olympiasieger Michael Greis nur Siebenter.


Norwegen spendet 10.000 Euro für Erdbebenhilfe

Die bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Sibirien siegreiche norwegische Männerstaffel spendet 10.000 Euro der Goldmedaillenprämie für die Erdbebenhilfe in Japan. Das teilte Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen vor der Siegerehrung mit. Der 37-Jährige betonte, dass es in Anbetracht der vielen zu erwartenden Erdbebenopfer keine laute Siegesfeier im norwegischen Team geben werde.

Björndalen holte am Freitag nach der Mixed-Staffel in Chanty-Mansijsk seine zweite Goldene. Sein 22-jähriger Teamkollege Tarjei Bö hält bei bereits fünf Medaillen (3 x Gold, 2 x Bronze).

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