Fourcade triumphiert in Verfolgung
Martin Fourcade aus Frankreich krönt sich bei der Biathlon-WM zum Weltmeister in der Verfolgung. Er gewinnt vor den beiden Norwegern Svendsen und Bö. Simon Eder landet als bester Österreicher auf Platz 14.

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Die österreichischen Biathleten haben sich im WM-Verfolgungsbewerb lediglich etwas verbessert präsentiert. In die Medaillenentscheidung des zweiten Einzelbewerbes in Chanty-Mansijsk vermochten sie aufgrund der schlechten Ausgangsposition aus dem Sprint und zu vieler Schießfehler aber nicht einzugreifen. Simon Eder war auch am Sonntag als 14. der beste ÖSV-Athlet. WM-Gold ging an den Franzosen Martin Fourcade, der von Platz zwei aus seinen ersten Titel gewann. Die weiteren Podestplätze holten sich die Norweger Emil Hegle Svendsen und Tarjei Bö.
Die Österreicher, neben Eder kamen auch noch Christoph Sumann als 22. und Daniel Mesotitsch als 26. in die Weltcuppunkteränge, schossen bei schweren Windbedingungen und extremer Kälte von minus 17 Grad für Spitzenplätze zu oft daneben. Eder kämpfte zwar lange um einen Top-Ten-Rang, drei Strafrunden waren dafür aber zu viel. Damit war der Salzburger aber nicht unglücklich. "Ich bin zufrieden. Das war vom Laufen her endlich wieder in einem annehmbaren Bereich", sagte Eder gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.
Hoffen auf "Spitzenplatz"
Für den 20-km-Bewerb am Dienstag sei deshalb ein Spitzenplatz durchaus möglich, so Eder, der als 17. ins Rennen gegangen war. Am Schießstand kämpfte er wie viele andere auch mit steifen Fingern aufgrund der tiefen Temperaturen. Sumann zeigte wie im Sprint eine gute Laufleistung, fünf Schießfehler machten einen Spitzenplatz aber unmöglich. "Ein, zwei Fehler wären für einen Top-Ten-Platz erlaubt gewesen, fünf Fehler sind mehr als zu viel. Das Laufen war aber ok, ich habe immer wieder Löcher zumachen können", meinte der Steirer. Auch der Olympia-Zweite rechnet sich für die anstehenden Bewerbe sehr wohl noch etwas aus.
Während sich Mesotitsch mit zwei Fehlern immerhin um zwölf Positionen verbesserte, läuft es für Massenstartweltmeister Dominik Landertinger weiter überhaupt nicht nach Wunsch. Der Tiroler wurde nach fünf Strafrunden lediglich 46., machte aber eine leichte Steigerung in der Loipe aus. "Die ersten Runden waren nicht so schlecht, aber es war wieder eine extrem zähe Partie", so Landertinger. Die etwas bessere Laufleistung stimmte aber einigermaßen positiv.
Trainer Gösweiner kritisch
Auch ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner war mit den gezeigten Schießeinlagen natürlich nicht zufrieden. "Das waren einfach zu viele Fehler. Mehr als ein Top-Ten-Ergebnis wäre aber ohnehin nicht möglich gewesen", betonte der aus den vergangenen Jahren so erfolgsverwöhnte Gösweiner.
An der Spitze sicherte sich der 22-jährige Fourcade nach einem makellosen letzten Stehendanschlag den Titel. Der bis dahin führende Sprintweltmeister Arnd Peiffer schoss eine "Fahrkarte". Der Deutsche musste im Finish dann noch Olympiasieger Svendsen sowie nach einem gerade noch im Rahmen des Reglements liegenden Überholmanövers auch Bö vorbeilassen. Im Anschluss stand das Damen-Verfolgungsrennen mit Ramona Düringer auf dem Programm.











