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Zuletzt aktualisiert: 09.12.2010 um 10:38 UhrKommentare

Landertinger musste Ziele revidieren

Vor Saisonbeginn sind Stockerlplätze beim Heimweltcup das erklärte Ziele von Weltmeister Dominik Landertinger gewesen. Seine Prioritäten für die Bewerbe in Hochfilzen haben sich aber zwangsweise verschoben.

Dominik Landertinger

Foto © APDominik Landertinger

"Druck habe ich diesmal sicher keinen", bekräftigte der vor einer Woche in Schweden noch von Durchfall und Magenkrämpfen geplagte Tiroler.

Die durch die frühzeitige Abreise ermöglichte längere Erholungsphase in gewohnter Umgebung stimmt den 22-Jährigen für die zwei Einzelbewerbe und die Staffel aber wieder einigermaßen positiv. "Die Abreise war die beste Entscheidung, alles andere hätte keinen Sinn gehabt. Ich bin schneller wieder fit geworden, habe in Ruhe trainieren können", betonte Landertinger im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Ein gut verlaufener Testwettkampf am Dienstag lasse ihn jedenfalls auf ein gutes Abschneiden hoffen. "Es ist zwar schwer einzuschätzen, aber der Testlauf war nicht so schlecht. Ich habe am Ende noch draufdrücken können."

"Die Saison ist noch lang"

Die drei Bewerbe ohne Punkte in Östersund haben seinen ursprünglich angepeilten Top-Drei-Platz im Gesamtweltcup derzeit in weite Ferne rücken lassen. Das bereitet ihm aber noch kein Kopfzerbrechen. "Komplett abschreiben braucht man mich sicher noch nicht. Die Saison ist noch lang", gab sich der Lokalmatador kämpferisch. Auch die beim Auftakt dominanten Norweger Ole Einar Björndalen und Emil Hegle Svendsen seien im Saisonverlauf nicht vor Krankheiten gefeit. "Außerdem kann man diese Hochform nicht über die ganze Saison halten", bemerkte der ÖSV-Jungstar.

Sein Hauptziel sei in dieser Saison ohnehin weniger die Gesamtwertung als vielmehr die WM im März. "Da will ich in absoluter Topform sein und zwei Medaillen holen." Zunächst gelte es aber, auf heimischen Loipen die Rückkehr zu alter Stärke einzuleiten. "Ich werde jedenfalls alles geben und vielleicht schaut ja ein Spitzenplatz heraus", meinte Landertinger, der im Pillerseetal in Einzelbewerben bisher noch nie in die Top Ten gelaufen ist. Momentan eine Topplatzierung einzufordern, wäre vermessen, eine Woche später in Pokljuka erwartet er sich diesen schon eher.

Im Vorjahr hatten in Hochfilzen der zweitplatzierte Simon Eder in der Verfolgung und die siegreichen Staffel mit Landertinger, Eder, Christoph Sumann und Daniel Mesotitsch für vielumjubelte ÖSV-Podestplätze gesorgt. Heuer hängen diese für die in Schweden wegen einer Trinkwasserverunreinigung parasitengeplagten ÖSV-Skijäger aber hoch. Am ehesten darf wohl in der Staffel mit einem Platz am Stockerl spekuliert werden, das sieht auch Landertinger so. "In der Staffel kann alles passieren, wir werden jedenfalls voll attackieren", versprach der Massenstart-Weltmeister von 2009.


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