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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2008 um 16:22 Uhr

Herbst gewinnt den letzten Slalom - Hirscher Dritter

Reinfried Herbst gewinnt den Slalom vor Albrecht (SUI) und Hirscher (AUT). Raich wurde Fünfter. Mölgg gewinnt die Slalomkugel.

Reinfried Herbst feiert seinen zweiten Saisonsieg

Foto © GEPAReinfried Herbst feiert seinen zweiten Saisonsieg

Mit dem Heimpublikum im Rücken und einer Punktlandung hat Manfred Mölgg am Samstag den Slalomweltcup geholt und Italien zum Saison-Kehraus ein Fest beschert. Denn kurze Zeit später holte sich Denise Karbon die schon fix gewesene Riesentorlauf-Kugel ab. Mit einer Supervorstellung verabschiedeten sich Österreichs Torläufer in Bormio in den Frühling, Reinfried Herbst gewann sein zweites Saisonrennen, Junioren-Weltmeister Marcel Hirscher fuhr als Dritter abermals aufs Podest und ins Weltcup-Geschichtsbuch.

Grange schmiss Nerven weg. Der Franzose Jean-Baptiste Grange war mit einem Vorsprung von 21 Punkten auf Mölgg in Bormio an den Start gegangen, nach dem ersten Durchgang lag der Südtiroler voran und Grange an vierter Stelle. Im Finale schmiss der Sieger von vier Saisonrennen aber die Nerven weg, wurde 16. und Letzter und blieb ohne Punkte. "Ich habe nicht genau gewusst, wie Grange liegt, ich wollte die Trainer nicht fragen, ich wollte mich nur auf den Lauf konzentrieren und habe versucht, cool zu bleiben. Es ist gut ausgegangen", freute sich der 25-Jährige. "Zweimal Kristall für Südtirol, das schaut gut aus", fügte er jubeln hinzu.

Matt ausgeschieden. Während sich Weltmeister Mario Matt, der noch eine kleine Chance auf die Kugel gehabt hatte, im ersten Lauf wenige Tore vor dem Ziel verabschiedete ("Die Enttäuschung ist groß, aber mit der Saison bin ich zufrieden, ich habe die drei schönsten Rennen gewonnen"), trumpfte das Salzburger Duo Herbst/Hirscher, das sich in Bormio ein Zimmer teilt, auf. "Wir haben gestern Abend noch geblödelt, dass wir heute beide auf das Stockerl fahren", sagte der 19-jährige Hirscher, der am vergangene Sonntag als Dritter im Kranjska-Gora-Slalom erstmals in seiner Karriere auf das Weltcup-Podest gefahren war.

Raich Zweiter im Gesamtweltcup. "Das hat es noch nie gegeben, dass ein Junioren-Weltmeister beim Weltcup-Finale gleich auf das Stockerl fährt", bemerkte ÖSV-Alpinchef Hans Pum. Als Lohn für einen Goldmedaillengewinn bei Nachwuchs-Titelkämpfen gibt es vom Schi-Weltverband einen Startplatz beim Finale. Herbst, der 0,32 Sekunden vor dem Schweizer Daniel Albrecht und 0,34 vor Hirscher gewann, verbesserte sich in der Disziplinwertung noch auf Rang drei hinter Mölgg und Grange, Matt wurde Vierter. Der Pitzaler Benjamin Raich schloss den Gesamtweltcup mit 111 Punkten Rückstand auf den US-Amerikaner Bode Miller (verzichtete auf Slalomstart) als Zweiter vor dem Schweizer Didier Cuche und Mölgg ab.

Bilanz von Herbst. Herbst, Sieger in Garmisch-Partenkirchen und Dritter in Zagreb, hat aus der Slowenien-Erfahrung (Rückfall von Halbzeit-Rang 2 auf 5) gelernt und fuhr nicht verbissen auf Sieg. "An nicht anderes habe ich in Kranjska Gora gedacht, und das ging daneben. Ich wollte heute ein gutes Rennen fahren und habe mir keinen Druck gemacht." Die Kurssetzung kam ihm und Hirscher entgegen, die Blizzard-Schier liefen auf Frühlingsschnee optimal. "Ich habe gezeigt, was in mir steckt. Ich habe immer gewusst, wenn ich einmal auf der Welle drauf bin, dann läuft es. So wie bei Grange zum Saisonbeginn", sagte Herbst.

"Rückt uns langsam auf die Pelle. Über seinen jungen Kollegen Hirscher meinte Herbst: "Er rückt uns langsam auf die Pelle." Hirscher war von Kranjska Gora zum Europacup nach Frankreich gereist und hatte mit Platz zwei im Slalom die Disziplinwertung vor Herbst gewonnen. Auch der EC-Gesamtsieg ging an den Annaberger aus dem Lammertal, das Ziel für die kommende Weltcupsaison ist, konstant unter die Top Ten zu fahren.


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Marcel Hirscher kämpft sich an die Weltspitze heranFoto © APA

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