Jetzt sollen die "Adler" noch höher hinaus
Gregor Schlierenzauer siegt auch beim Finale in Planica. Nach dem totalen Triumph fordert Coach Pointner nun eine bessere Vermarktung.

Foto © ReutersSchlieri krönt seine perfekte Saison
Wie könnte die erfolgreichste ÖSV-Saison im Springer-Zirkus besser zu Ende gehen als mit einem Sieg? Gregor Schlierenzauer machte es beim Weltcupfinale in Planica möglich. Wie am Freitag triumphierte der Weitenjäger auch beim gestrigen zweiten Einzelspringen und brachte somit seinen sechsten Saison- bzw. elften Weltcup-Erfolg insgesamt mit Sprüngen über 217 und 231 m ins Trockene.
Schispringen
Urlaub, dann Schule.
Schlierenzauer stand dabei wie bei der WM in Oberstdorf Martin Koch im Weg. 6,9 Punkte fehlten dem Kärntner, der für den bereits siebenten ÖSV-Doppelsieg der Saison sorgte, zum ersten Weltcup-Erfolg. "Das war ein Traum-Wochenende und ein Super-Abschluss", freute sich "Schlieri" und zog zufrieden Bilanz. "Ich bin erst zwei Jahre dabei und Gesamtzweiter im Weltcup, habe heuer sechs Siege, das ist ein Wahnsinn", sagte der Stubaitaler, der aber betonte, dass seine Kräfte zu Ende gingen. "Jetzt bin ich froh, dass Schluss ist. Jetzt mache ich ein bisschen Urlaub, dann geht's in die Schule", sagte der Handelsschüler.
"Einfach ein Traum".
Thomas Morgenstern ließ sich durch seine zwei schwächsten Saison-Platzierungen (19. am Freitag, gestern 17.) die Freude über den Gesamtsieg (den ersten für den Adler-Horst seit Andreas Goldberger 1995/96 und den erst dritten ÖSV-Doppelsieg der Geschichte) nicht verderben. Sein Saisonfazit: "Einfach ein Traum. Start-Rekord mit sechs Siegen en suite, zehn Erfolge insgesamt und 24 Plätzen in den Top Acht in 27 Bewerben - was will man mehr!"
Die Gesamtbilanz: Beim vierten Sieg im Nationencup unter Cheftrainer Alex Pointner in Serie wurde die Rekordmarke um mehr als 500 Punkte verbessert, 16 Siege und insgesamt 40 Podestplätze sind heimischer Rekord.
Kein Wunder, dass Pointner nun zu noch höheren "Flügen" ansetzen will: "Wenn mit der gleichen wirtschaftlichen Energie, dem marketingtechnischen Aufwand an das Schispringen herangegangen werden würde, wie bei den Alpinen, dann hätten wir ein besseres Produkt." Damit stellte er ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel die Rute ins Fenster, "denn wenn die Unterstützung nicht passt, könnte mir die Energie ausgehen."
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Morgi hat nun endlich seine KugelFoto © Reuters
Gesamtwertung
- Thomas Morgenstern (AUT) 1.794 Punkte
- Gregor Schlierenzauer (AUT) 1.561
- Janne Ahonen (FIN) 1.291
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Koch wurde nur von Schlierenzauer geschlagenFoto © GEPA
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Rekorde in Planica
In Planica gelang Bubi Pradl einst der erste Sprung über 100 m. Andi Goldberger flog als erster Mensch über 200 m, konnte den Flug aber nicht stehen. Das schaffte Toni Nieminen 1997. Björn-Einar Romören fixierte vor drei Jahren mit 239 m den Weltrekord.
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Andreas Widhölzl sagte in Planica goddbyeFoto © GEPA















