FIS ließ Dopingvorwürfe gegen Gandler fallen
Der ÖSV-Sportdirektor wird wegen den Vorfällen in Turin 2006 nicht bestraft. Ex-ÖSV-Langlauftrainer Hoch bleibt jedoch lebenslang gesperrt.

Foto © GEPAMarkus Gandler kann aufatmen
Markus Gandler hat keine Konsequenzen des Internationalen Schiverbandes wegen des Dopingskandals bei den Winterspielen 2006 in Turin zu befürchten. Die FIS hat den Vorwurf von Dopingvergehen gegen den ÖSV-Sportdirektor für Langlauf und Biathlon fallengelassen. Sie hielt in einer Mitteilung am Freitag fest, dass keine ausreichenden Beweise für eine
Bestrafung vorgelegen seien. Der frühere ÖSV-Langlauf-Cheftrainer Emil Hoch wurde hingegen auf Lebenszeit von allen FIS-Veranstaltungen ausgeschlossen.
Verstoß gegen Artikel 2.8. Der Liechtensteiner Hoch, der in Pragelato im gleichen Quartier wie Gandler gewohnt hatte, wurde so hart bestraft, weil er bei den Winterspielen 2006 nach Ansicht des FIS-Gremiums gegen den Artikel 2.8 (Unterstützung, Ermutigung, Hilfe oder andere Komplizenschaft bei Dopingvergehen oder versuchtem Dopingvergehen) des Anti-Doping-Reglements verstoßen hat. Zusätzlich wurde Hoch wegen Verletzung des Artikels 2.6.2 (Besitz einer verbotenen Substanz bzw. einer verbotenen Methode in Verbindung mit einem Athleten) für zwei Jahre gesperrt. Der frühere Langlauf-Cheftrainer war im Sommer 2007 vom ÖSV wegen Duldung bzw. Unterstützung verbotener Methoden ebenso wie Walter Mayer aus dem Verband ausgeschlossen worden. Er ist seither im Skiverband
Liechtensteins tätig.
Vertrauensfrage. Bei Gandler hielt das Anti-Doping-Gremium der FIS fest, dass der Verdacht einer Verletzung des Artikels 2.6 (Besitz verbotener Substanzen und Methoden) nicht für eine Strafe ausreiche. Der Tiroler wurde jedoch gerügt, weil er die nötige Sorgfalt in der Aufsicht der Athleten und Betreuer der Teams vermissen hatte lassen. Gandler wollte sich gegenüber der APA am Freitag zu dieser Sache nicht mehr äußern. "Schwerer wiegt das Misstrauen des ÖOC, das mich und zwölf andere Betreuern nicht mehr an Olympischen Spielen teilnehmen lässt. Daher
ist diese Sache noch nicht ausgestanden", erklärte ÖSV-Sportdirektor Gandler. Er werde nach der Saisonanalyse die Vertrauensfrage stellen.
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Bei den österreichischen Teammitgliedern Andreas Eder, Gerald Heigl, Markus Kürschner und Hannes Lechner hat die FIS mit der gleichen Begründung wie bei Gandler von Strafen abgesehen.















