Olympia 2010 hat bereits begonnen
Die Winterspiele werden in Whistler Mountain so penibel geprobt, dass selbst die Speed-Queen ausgesperrt wurde.

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Olympia 2010 wird derzeit in Whistler so penibel geprobt, dass selbst Speed-Queen Renate Götschl mangels richtiger Akkreditierung den Herren-Super-G außerhalb der Absperrungen verfolgen musste. TV-Zonen im Zielstadion werden streng kontrolliert, obwohl kaum Kamerateams da sind. Das riesige Medienzelt war bei den Weltcuprennen diese Woche schon so voll, wie es dies erst wieder bei den Spielen 2010 sein wird.
"Sea-to-sky-Highway". Whistler Mountain ist das Schneesport-Herz der XXI. Winterspiele und X. Paralympics in zwei Jahren. Während selbst die offizielle Olympiastadt Vancouver, die sich seinerseits u.a. gegen Salzburg durchgesetzt hatte, noch einiges fertigzustellen hat, vermeldete man im 130 Kilometer weiter nördlich liegenden und über die traumhafte Staatsstraße 99 - besser bekannt als "Sea-to-sky-Highway" - erreichbaren Whistler bereits jetzt stolz, mit allen drei
Wettkampfstätten mehr oder weniger fertig zu sein. Ein Augenschein bestätigt das. Die Alpinpisten in Creekside, wo erstmals seit langem bei Olympia alle Strecken in einem Ziel münden, werden bereits diese Woche getestet und begeisterten die Aktiven vom ersten Augenblick an.
Spielplatz für Millionäre. Nur über Weniges ist noch die Nase zu rümpfen. Etwa die
zahlreichen Baustellen am Highway von Vancouver nach Whistler. Oder
über die an manchen Tagen weit riechbare Mülldeponie, auf der das
Athleten-Dorf in den Bergen entstehen wird. Mit den dort austretenden
Methangas wird dann das Olympiadorf beheizt werden. Whistler selbst erlebt seit der Vergabe der Spiele vor fast fünf Jahren einen sagenhaften Baumboom. Vier Kilometer nördlich von Creekside, dem eigentlichen Gründungsort, ist mit dem Whistler Village ein neuer, weit mächtigerer Ortskern entstanden. Ein typisch nordamerikanischer. Viel Holz, Stein und Glas, viele Kliniken und Schmuckläden. Whistler ist längst zu einem Ganzjahres-Spielplatz für Millionäre geworden, die
hier eine gigantische Bergidylle vorfinden, die wegen der Nähe zum
Pazifik selbst Regenwälder inkludiert.
ÖSV plant voraus. Diese Infrastruktur sowie die fast schon legendäre Gastfreundschaft der fairen und freundlichen Kanadier lassen also auf
perfekte Spiele schließen. Auch wenn die Gastgeber zumindest im Kampf
um Medaillen bei ihren Heimspielen diesen Wesenszug ablegen wollen.
"Sie waren bisher viel zu freundlich", erklärte der Österreicher Max
Gartner, der als kanadischer Alpinchef für das Programm "own the
podium" zuständig ist, diese Trendumkehr. Auch im österreichischen Schiverband ÖSV läuft die Planung für Vancouver schon seit Jahren. Schon vor Jahren hat sich der ÖSV mit dem nahen Schiressort Sun Peaks ein kanadisches Trainingszentrum exklusiv gesichert, das man auch während der Spiele 2010 nutzen wird. Die Profile der Olympiapisten selbst werden diese Woche mit einem an den Helmen der Läufer angebrachten GPS-Gerät "vermessen".
Features
Whistler Mountain
Turin-Skandal
Ob die ÖSV-Asse 2010 tatsächlich im Olympia-Dorf wohnen werden, wird man sehen. Nach dem Turin-Skandal sollten sie dies bekanntlich tun.















