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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2008 um 17:23 Uhr

Nichts spricht gegen Abfahrten in der Nacht

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gehört dem FIS-Gremium zum Umbau des Schi-Weltcups an. Ergebnisse verrät er nicht, aber die Themen.

Foto © GEPA

Sie führen mit Österreichs Schiverband das erfolgreichste Alpin-Mitglied der FIS. Sind Sie deshalb in der Kommission zum Umbau des Weltcup?
PETER SCHRÖCKSNADEL: Ich wäre auch vertreten, wenn unsere Damen und Herren nicht so erfolgreich wären. Einen Lästigen mit Ideen brauchen sie dort einfach.

FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis kündigte an, nächste Saison könnte der alpine Weltcup sich neu präsentieren. Gibt es erste Ergebnisse über die Sie reden dürfen?
SCHRÖCKSNADEL: Wenn ich jetzt etwas ausplaudern würde, wäre das kontraproduktiv. Wir reden aber über alles.

Wer ist wir und was ist alles?
SCHRÖCKSNADEL: Wir sind ein Gruppe von fünf Personen aus fünf Ländern. Die beraten über die Weltcup-Kalenderplanung, wie viele Rennen sollen ausgetragen werden, wie viele an einem Ort, soll es in einer WM-Saison weniger Bewerbe geben als in einem Nicht-WM-Winter, ist es gscheiter, die Wm Mitten in der Saison oder am Ende zu machen.

Das klingt alles wunderbar, doch an die Athleten wird wieder nicht gedacht, oder?
SCHRÖCKSNADEL (erbost): Natürlich denken wir an sie. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern und Pausen zu gönnen sollen die Rennen so gelegt werden, dass sie zwischen den Austragungsorten nicht tausende Kilometer zurücklegen müssen.

Sind auch Nachtrennen ein Thema in der Gruppe?
SCHRÖCKSNADEL: Klar, wir wollen mehr austragen. Noch ist es nicht gelungen, die Fernsehstationen dafür zu begeistern. Was aber nichts heißt, denn auch Schispringen war kein Nacht-Event und jetzt verlangen die TV-Anstalten mehr Abendspringen.

Denken Sie bei Nacht-Bewerben nur an Slalom und Riesentorlauf ?
SCHRÖCKSNADEL: Es spricht nichts gegen Abfahrten in der Nacht. Das Licht wäre besser als am Tag. Es müssten allerdings die Veranstaltungsorte tief in die Tasche greifen, denn fernsehtaugliches Flutlicht ist teuer.

Könnten da die angedachten neuen Weltcup-Orte im Osten Vorreiter sein?
SCHRÖCKSNADEL: Die müssen zuerst einmal FIS- und Europacuprennen austragen, für die Infrastruktur sorgen. Doch auszuschließen ist nichts. Spätestens 2012 fahren wir in Russland Weltcup-Rennen.

INTERVIEW: JOSCHI KOPP

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