Svindal: Die Rückkehr ins Leben
Aksel Lund Svindal trat in Kitzbühel erstmals nach seinem schweren Sturz in Beaver Creek wieder auf - abgemagert, aber optimistisch.

Foto © APAEr sit zurück: Aksel Lund Svindal
Ich bin wieder hier, in meinem Revier. War nie wirklich weg, hab' mich nur versteckt." Das Lied von Marius Müller Westernhagen aus den Lautsprechern im Kitzbüheler Rasmushof hätte passender nicht sein können, als Aksel Lund Svindal wieder in die Welt des Schi-Weltcups zurückkehrte. Ein Svindal, der 51 Tage nach seinem Sturz in Beaver Creek nahezu schmächtig wirkte - immerhin hat der Norweger, der bei dem Sturz eine tiefe Schnittwunde im Adduktorenbereich sowie Brüche im Gesicht erlitten hatte, in den ersten Wochen 15 Kilogramm verloren.
Glänzende Augen. Doch das wichtigste Detail war klar ersichtlich: Die Augen des 23-Jährigen glänzten. Nicht vor Trauer, sondern voller Vorfreude, denn der Weg zurück in den Spitzensport hat längst begonnen. "Seit zwei Wochen geht es bergauf, ich trainiere im Fitness-Studio und ich könnte jederzeit Schi fahren. Damit will ich aber noch warten und auch vorher nicht sagen, wann es soweit ist. Im Moment geht es darum, wieder Gewicht zuzulegen."
Erinnerungen. An seinen Sturz kann sich Svindal noch gut erinnern, "allerdings nur bis zum Aufprall, da bin ich am Kopf gelandet und war wohl 15 Sekunden weg." Als er zu sich kam, schienen die Folgen zunächst nicht so schlimm zu sein. "Beine und Rücken waren in Ordnung, ich hab' mir nur gedacht: Der Termin mit Andre Agassi nach dem Training wird knapp. Und dann dachte ich: Die Abfahrt selbst wohl auch."
Erster Schritt. Richtig schlimm wurde es erst im Spital in Vail, als er den großen Blutverlust realisierte. "Als die Ärzte aufgeregt um mich herumliefen war klar: Das ist was Schlimmes." Svindal musste ein künstlicher Darmausgang gelegt werden, es dauerte Wochen, bis die Verletzungen ausgeheilt waren. In der Zwischenzeit sind auch die Brüche im Gesicht operiert ("Die Ärzte haben einen guten Job geleistet"), auch die beim Aufprall ausgeschlagenen Zähne sind wieder dort, wo sie hingehören. Nur Svindal selbst ist noch nicht dort, auch wenn der Besuch in Kitz ein erster Schritt zurück ins Sportlerleben war. "Aber ich lasse mir Zeit. Ich will ja noch viele Jahre Schi fahren."
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Svindal unmittelbar nach dem SturzFoto © Reuters
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Benni Raich besuchte Svindal im KrankenhausFoto © GEPA
Beaver Creek
Neben Svindal kamen auch Andreas Buder und Georg Streitberger zu Sturz. Streitberger blieb unverletzt, Buder muss wegen einer Fersenprellung aber drei Wochen pausieren.















