"Fans an Stiegler-Unfall schuld"
Resi Siegler flog nach Sturz durch Sicherheitszaun. Zuschauer hatten sich an Netzen nach oben geschleppt und Befestigungen beschädigt.

Foto © ReutersBei dem Sturz von Resi Stiegler hielten alle den Atem an
Der Verschneider passierte im Mittelteil der Hochstein-Strecke in Lienz mit einer Geschwindigkeit von knapp 60 km/h. Resi Stiegler kam im gestrigen Weltcup-RTL zu Sturz, rutsche über die eisige Piste in die Sicherheitsnetze. Doch statt von denen aufgefangen zu werden, flog das US-Girl mit Osttiroler Abstammung unter den beiden Zäunen durch. Mit einem Schi noch an den Beinen ging es steil abwärts. Ein kleiner Tannenbaum stoppte die Talfahrt. Die Folgen waren fatal: Die 22-Jährige erlitten einen Schienbeinbruch rechts. einen Unterarmbruch links, einen Seitenbandriss und einen Kreuzband-Aussriss im rechten Knie, Prellungen im Gesicht und Beckenbereich. Mit Gips und Stützkrücken versehen verließ Resi das Krankenhaus in Lienz, flog gleich nach Vail, wo sie sich operieren lassen will. Damit ist die Saison für die Tochter von Pepi Stiegler vorbei.
Zuschauer hielten sich an Stangen fest.
Dass Resi durch die Netze in die vorgeschriebene Sicherheitszone dahinter fliegen konnte, hat sie den Zuschauern zu verdanken.
"In dem steilen vereisten Gelände haben sich die Leute an den Netzen entlang nach oben gezogen. Die Stangen, an denen die Netze befestigt sind, halten eine solche Belastung nicht aus. Jede hat eine Sollbruchstelle, die beim Aufprall einer Läuferin bricht, um Verletzungen der Aktiven zu verhindern. Allein nach dem Abmarsch der Zuschauer gab es an der Stelle vier gebrochene Stangen", erklärte Ingo Hopfgartner, Chef der Firma alpina, die im Weltcup für die Sicherheitsnetze zuständig ist, "bei diesem Unfall muss man auch den Sicherheitsdienst in die Pflicht nehmen. Der hätte das Festhalten an den Netzen verhindern müssen."
Dritter Zaun installiert.
Gleich nach dem Unfall wurde ein dritten Zaun installiert. Für heute wird sichergestellt, dass kein Schlachtenbummler mehr dort hin kommt. "Das Unglück war auch Pech, denn nach der Verbreiterung der Piste wurden alle Sicherheitszäune erneuert. Sie entsprechen dem letzten Stand der Technik", garantierte Hopfgartner, "100 Prozent Sicherheit wird es nie geben. Wir können 98 Prozent garantieren. Der Sturz gehört zu den anderen zwei Prozent. Trotzdem werden wir alles analysieren und immer weiter forschen."
Absicherung war bestens.
Dem konnte Rennleiter Siegfried Vergeiner nur zustimmen: "Die Absicherung war bestens, die Netze nur im Schnee verankert nicht, wie kolportiert, in der Erde befestigt. Der Unfall war einfach nur großes Pech." Auch US-Teamchef Patrick Riml gab dem Veranstalter keine Schuld: "Das Resi durch die Netze flog, war ein blöder Zufall."
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Stiegler flog unter den Netzen durchFoto © AP
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Die Amerikanerin wurde schwer verletzt ins Krankenaus gebrachtFoto © APA

















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