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Zuletzt aktualisiert: 26.12.2007 um 11:51 Uhr

Morgenstern als Trumpf-Ass des starken ÖSV-Teams zur Tournee

Thomas Morgenstern hat am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Saison ein Weltcup-Springen nicht als Sieger beendet, doch für die Vierschanzen-Tournee ist er erklärter Favorit.

Thomas Morgenstern

Foto © GEPAThomas Morgenstern

Die Vierschanzen-Tournee hat ihren erklärten Favoriten: Thomas Morgenstern ist mit sechs Siegen in den bisherigen sieben Saisonbewerben die Nummer eins des Springer-Zirkus, der am kommenden Sonntag (16:30/live ORF 1) in Oberstdorf die Eröffnungsvorstellung zur 56. Tournee-Auflage gibt. Der 21-jährige Kärntner will sich zum ersten ÖSV-Gesamtsieger seit Andreas Widhölzl 1999/2000 küren. "Ich habe mit der Tournee noch eine Rechnung offen", gab sich Morgenstern kampfeslustig.

Erklärtes Ziel. Der aktuelle "Überflieger" hat vor Saisonbeginn den Gewinn des Gesamt-Weltcups zu seinem Ziel erklärt und sich nach den jüngsten Erfolgen zudem ein "Zwischenziel" ausgesucht: Die traditionelle Serie auf den vier Schanzen in Deutschland und Österreich, bei der er bisher dreimal Tagesrang zwei sowie die Gesamtränge drei (2004/05) und zweimal vier (2003/04, 2006/07) erreicht hat. Die Chancen des Doppel-Olympiasiegers, beide selbst gewählten Vorgaben zu erreichen, könnten nicht besser sein. "Die Form ist sehr gut, ich kann beruhigt in die Tournee gehen", sagte Morgenstern, dem durch das Ende der Siegesserie eine zusätzliche Last genommen wurde.

Top Drei. ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner bleibt bei seinem ursprünglichen Tournee-Ziel, das auf einen Gesamtrang unter den Top drei und einen Tagessieg lautet. Doch er weiß, dass angesichts der jüngst bewiesenen Stärke des Teams mehr möglich ist. "Die Vorzeichen sind sehr gut. Wir brauchen nicht tiefzustapeln, denn wir haben die ersten Vier der Weltcup-Gesamtwertung. Es gibt keine besseren Voraussetzungen, es ist möglich, die Tournee zu gewinnen", erklärte Pointner im APA-Gespräch.

Stützen des Teams. Als die zwei Stützen des Teams, die diese Verantwortung übernehmen sollen, nannte Pointner Morgenstern ("Er kann mit Druck umgehen") sowie dessen Zimmerkollegen Andreas Kofler. Bei dem 23-jährigen Tiroler habe sich die tiefe Enttäuschung über den verpassten Sieg in Engelberg zum Positiven gewendet. "Seine Motivation ist nach Gesprächen auf einem sehr hohen Level, etwas Besseres kann man sich nicht vorstellen", erklärte der Coach.

Unbeschwert Springen. Gregor Schlierenzauer, der Gesamt-Zweite und zweifache Tagesieger der Vorsaison, könne hingegen als erst 17-Jähriger weiterhin unbeschwert springen, so Pointner, der Tiroler sei ein "Jolly Joker". Als vierter ÖSV-Springer neben den Genannten hat Wolfgang Loitzl in dieser Saison einen Podestplatz erreicht, womit das ÖSV-Team bei sechs Siegen, fünf zweiten und drei dritten Rängen hält.

Konkurrenz. Von der Konkurrenz kamen in sieben Bewerben nur der Schweizer Engelberg-Sieger Andreas Küttel, die Norweger Tom Hilde (dreimal Dritter) und Björn Einar Romören sowie der Finne Janne Ahonen (zweimal) in die Top Drei. Ahonen könnte mit seinem fünften Gesamtsieg zum alleinigen Tournee-Rekordler avancieren. Pointner sieht zudem Routiniers wie Weltcupsieger Adam Malysz (POL) und Simon Ammann (SUI) als harte Konkurrenten an. "Aber wir sind mannschaftlich geschlossen und in einer wesentlich besseren Situation als andere."


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