Lust aufs Schifahren und Lust aufs Siegen
Hermann Maier kehrt in Gröden in den Weltcup zurück - alles andere als "Schi-müde".

Foto © GEPAHermann Maier denkt nichts ans Aufhören
Es war kurz vor 20 Uhr, als Hermann Maier vor dem Hotel Wolkenstein in Gröden aus dem Auto stieg. Der ehemalige "Allmächtige" im Schisport passt irgendwie ganz gut ins Tal der Herrgottsschnitzer. Gut gelaunt und erholt präsentierte sich der Flachauer und stellte ein für alle Mal klar: "Wer auch immer in meine Pause hineininterpretiert hat, dass ich zurücktreten will, liegt ganz einfach falsch. Dazu ist die Lust am Schifahren einfach noch zu groß. Ich genieße es", sagte der frische 35er.
Kein Rücktritt. Seine Planung schließt einen Rücktritt aus - zumindest während der Saison. Auch wenn Maier nicht verhehlt, dass er gerne wieder ganz oben stehen würde. Und am liebsten in Gröden: Denn dort, wo so viele Größen des Weltcups gewonnen haben, fehlt der Name Maier noch in der Siegerliste. "Ich habe so gesehen noch eine offene Rechnung mit der Saslong." Zwei dritte Plätze in der Abfahrt und ein dritter Platz im Super-G stehen bisher als beste Ergebnisse zu Buche. Und vor allem im Super-G hofft Maier wie sein Trainer Andi Evers auf eine Steigerung: "Wir arbeiten aber noch an der Abstimmung. Anscheinend funktioniert es ja noch nicht so, wie wir uns das wünschen würden", erklärte Evers.
Heißer Tipp. In der Abfahrt laufen die Österreicher in Gröden aber schon länger einem vollen Erfolg hinterher. Seit Stephan Eberharter 2001 hat keiner mehr aus dem ÖSV-Team die Fahrt über Kamelbuckeln und Ciaslat-Wiese auf einer der letzten wirklich klassischen Abfahrten des Winters gewonnen. Heißester Tipp in diesem Jahr ist einmal mehr Michael Walchhofer, der dafür nicht weniger als vier Mal Abfahrts-Zweiter in Gröden war, den Super-G hat er 2004 schon einmal gewonnen. Einer wird bei der nächsten "Mini-WM" mit vier Rennen an vier Tagen aber fehlen: Hans Grugger, 2005 Sieger im Super-G, muss wegen seiner Knieprobleme auch hier passen.















