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Zuletzt aktualisiert: 09.12.2007 um 18:50 Uhr

"Guter Platz zum Siegen"

Der Slalom-Erfolg in Kleinkirchheim war Benni Raichs 30 im Weltcup.

Raich darf seinen 30. Weltcuperfolg feiern

Foto © ReutersRaich darf seinen 30. Weltcuperfolg feiern

Der Sieg im Slalom in Kleinkirchheim war Ihr 30. im Weltcup. Zählt der mehr als andere?
BENNI RAICH: Ich bin froh, den ersten Saisonerfolg geschafft zu haben. Es war ein guter Platz und eine guter Zeitpunkt zum Gewinnen. Die Zahl ist mir aber egal und wird hoffentlich nicht lange stehen bleiben.

Der erste Saison-Erfolg hätte schon früher passieren können. Machte das Warten nervös?
RAICH: Nur wenn ich nicht an mich geglaubt hätte. Ich wusste, es ist nur eine Frage der Zeit.

Jetzt liegen Sie im Gesamt-Weltcup und im Slalom-Weltcup voran. Denken Sie schon an die Kugeln?
RAICH: Die ersten Plätze sind ein gutes Zeichen, mehrt nicht. Wenn du auf einen steilen Berg hinauf steigst, glaubst du nach einem Drittel auch nicht, du bist am Ziel.

Zum wiederholten Male standen Sie als letzter Österreicher im Starthaus. Spüren Sie da besonderen Druck?
RAICH: Vielleicht bin ich zu dumm, aber spüre ich den Druck nicht. Wenn ich den von außen an mich heran lassen würde, wäre ich viel zu nervös zum Fahren. Ich mache ihn mir aber selber, weil ich das Rennen gewinnen will.

Sie wurden wieder einmal zum Retter der Nation Macht das stolz?
RAICH: Es geht nicht um Existenzen, sondern nur um einen Erfolg im Sport. Ich bin mir bewusst, dass Schi in Österreich einen besonderen Stellenwert hat, aber es geht nur um den Sport.

Trotzdem war es ein besonderes Rennen. Liegen Ihnen solche?
RAICH: Es schaut so aus, dass ich besondere Rennen gewinnen kann. Ich hab´ aber auch schon eine Menge normale gewonnen.

Sie holten einen Großteil des Vorsprungs vor allem im unteren Teil heraus. Motivieren Sie die Anfeuerungsrufe der Fans?
RAICH: Du hörst die Leute zwar schreien, kannst aber nicht auf die Zeit schließen. Da musst du auf dein Gefühl vertrauen und das kann dich auch täuschen.

Gibt es ein Rennen, das Sie unbedingt noch gewinnen wollen?
RAICH: Ein Sieg in Alta Badia schwirrt schon lange in meinem Kopf herum.

Alta Badia und Gröden stehen nächste Woche auf dem Programm. Fahren Sie alles?
RAICH: Ich lasse Training und Abfahrt aus, bestreite in Gröden nur den Super G sowie RTL und Slalom in Alta Badia.

Am Samstag abend wurde Ihre Freundin Marlies Schild Zweite in der skandalösen Abfahrt. Haben Sie das Rennen gesehen?
RAICH: Nicht die Fahrt von Marlies, aber leider den Sturz von Meissnitzer. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass unser Super G in Beaver Creek schlimmer war als dieses Rennen.

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