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Zuletzt aktualisiert: 09.12.2007 um 22:57 Uhr

Nur ein rotes Leiberl fehlt

Nach dem Heimsieg von Benni Raich in Kleinkirchheim strahlte ÖSV-Herrenchef Toni Giger. Seine Truppe führt im Gesamt- und in vier Disziplinen des Weltcups.

Raich behielt die Nerven und fuhr zu seinem 30. Weltcuperfolg

Foto © APRaich behielt die Nerven und fuhr zu seinem 30. Weltcuperfolg

Im Ziel in Kleinkirchheim sah sich ÖSV-Herrenchef Toni Giger den zweiten Lauf des Weltcup-Slaloms an. Oben standen die besten Sechs des ersten Durchgangs, unten lagen drei Italiener in Führung. Die Zwischenzeit von Reinfried Herbst zauberte ein Lächeln auf das Gesicht des Chef. Als sein Läufer über die Ziellinie fuhr, verwandelte sich das in Entsetzen - nur Vierter. So trug Benni Raich wieder einmal die Last des gesamten Teams auf seinen Schultern. Den Tiroler ließ das kalt. Seine Bestzeit löste ein Freundtänzchen von Giger aus. "Jetzt hat der Benni gezeigt, wer hier der Chef ist. Er führt nun im Gesamt-Weltcup und im Slalom. Alles ist in Butter."

"Tolle Strecke". Er musste aber zugeben: "Das Rennen war brutal spannend. Gerade dadurch ist der Schisport so genial." Lob gab es auch für die Strecke: "Irrsinnig schwer, super präpariert. Sie verdiente diese tollen Rennen."

Rote Trikots. Nach kurzem Nachdenken sprudelte es aus dem Salzburger heraus: "Außer jenem im Riesentorlauf-Weltcup befinden sich alle roten Trikots in unserem Besitz." Dazu zeigten Romed Baumann und der erst 18-Jährige Marcel Hirscher mit den Nummern 60 und 66 auf: "Für die beiden ging es darum, bessere Startnummern zu bekommen. Das erledigten sie bravourös." Da konnte Giger den nicht erreichten Stockerlplatz im RTL leicht verkraften: "Beim Riesen wäre mehr drin gewesen. Aber weil es sich um ein Heimrennen handelte, wollten einige einfach zu viel."

Viele Junge. Insgesamt hatte der 44-Jährige aber nichts an seiner Mannschaft aus zu setzen: "Die Teilzeiten in beiden Bewerben zeigten: Die Burschen gehören zu den Schnellsten. Was noch fehlt, ist die Konstanz." Auf die kann Giger noch nicht bauen. "Im Team erfolgt eine große Umstellung, viele Junge rücken nach. Da ist es schon sensationell, wie wir jetzt da stehen", sagte der nahezu euphorische Giger, "aber heute hab´ ich leicht reden." Auch bei den nächsten Speed-Bewerben am 14./15. Dezember in Gröden hofft er auf Besserung: Im Vorjahr gab es für die ÖSV-Herren nur die Ränge zwei (Super G) und drei (Abfahrt).

HEINZ TRASCHITZGER, JOSCHI KOPP

Fotoserie

Fakten

1. Benjamin Raich (AUT)
2. Jens Byggmark (SWE)
3. Manfred Mölgg (ITA)
4. Patrick Thaler (ITA)
5. Cristian Deville (ITA)
6. Reinfried Herbst (AUT)
7. Ivica Kostelic (CRO)
8. Silvan Zurbriggen (SUI)
9. Manfred Pranger (AUT)
10. Jean-Baptiste Grange (FRA)

Weiters:
14. Romed Baumann
24. Marcel Hirscher

Foto

Foto © APA

Herbst fühlt sich wohl in KärntenFoto © APA

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