Damen-Weltcuprennen von Val d'Isere nach St. Moritz verlegt
Da die neue WM-Piste in Frankreich nur zu 60 Prozent fertig ist, ist St. Moritz damit in diesem Winter zweimal Veranstalter.

Foto © ReutersNicole Hosp
Die alpinen Weltcuprennen der Damen in
Val d'Isere sind am Mittwoch wie befürchtet abgesagt worden und
werden kommende Woche (15./16. Dezember) stattdessen in St. Moritz
ausgetragen. Auf dem Programm stehen wie geplant Abfahrt und Super-G.
Die neue Solaise-Piste in Val d'Isere, auf der 2009 um WM-Medaillen
gefahren wird, ist wegen Schneemangels nur zu 60 Prozent fertig
präpariert.
Aus zeichnete sich ab. Das Aus für die WM-Generalprobe der Damen in Frankreich hatte sich
in den vergangenen Tagen schon deutlich abgezeichnet. Auch Österreich
hatte sich um die Übernahme bemüht, am Ende fiel die Entscheidung
aber für St. Moritz. Für die französischen Ausrichter ist das ein
weiterer Rückschlag, nachdem vergangenen Sommer die Weltmeisterschaft
wegen Organisationsmängeln überhaupt infrage gestellt gewesen und
Jean-Claude Killy als OK-Chef zurückgetreten war. Erst politische
Interventionen brachten die Vorbereitungen wieder auf Zug.
"Kein Tausch der Termine". Die Verlegung von Frankreich in die Schweiz hat nun aber nicht wie
zunächst vermutet einen "Tausch" der beiden Weltcuptermine zu Folge.
St. Moritz wird wie geplant seine für 2./3. Februar angesetzten
Weltcuprennen austragen. Ein Tausch mit Val d'Isere wäre alleine
deshalb schon schwierig gewesen, weil am ersten Februar-Wochenende
und damit in der Hochsaison bereits die Herren in Val d'Isere ihre
WM-Generalprobe abwickeln.
Dezember-Rennen. Man sei vor allem zum Zug gekommen, weil vergangene Saison die
Dezember-Rennen ausgefallen waren, hieß es aus St. Moritz. Zudem
herrscht bei den Eidgenossen wegen der jüngsten Schi-Erfolge von
Daniel Albrecht und Co. eine große Euphorie.
"Mir ist's egal". Die Rennläuferinnen reagierten in Aspen gelassen auf die
Verlegung. "Mir ist's egal, wo wir fahren. Man muss es nehmen, wie es
ist", sagte etwa Renate Götschl. US-Star Lindsey Vonn meinte: "St.
Moritz? Auch nicht schlecht. ÖSV-Damenchef Herbert Mandl war sogar
froh: "Reisetechnisch ist uns die Schweiz ohnehin lieber."
WM-Generalprobe. Wann die Damen nun ihre obligatorische WM-Generalprobe auf der
neuen und - wie die gegenüberliegende und seit Olympia 1992
eingemottet gewesene Herrenstrecke "Face de Bellevarde" - sehr
steilen Piste absolvieren, war vorerst offen. "Müssen wir halt zu den
französischen Meisterschaften im Frühjahr wieder anrücken", scherzte
Mandl.















