Bad Kleinkirchheim: Italiener räumten in Kärnten ab
Der Italiener siegte vor seinem Landsmann Manfred Moelgg. Benjamin Raich verpasste knapp Platz drei. Matt, Schönfelder und Scheiber out.

Foto © APASieger Blardone freut sich über italienischen Doppeltriumph
Benjamin Raich wartet auch nach dem dritten Saison-Riesentorlauf noch auf seinen ersten Stockerlplatz in dieser Disziplin. Nach Rang vier in Sölden und acht in Beaver Creek landete der 29-jährige Gewinner von 29 Weltcuprennen auch am Samstag in Bad Kleinkirchheim mit nur zwei Zehntel Rückstand auf den Sieger auf dem vierten Rang. Die Italiener beanspruchten durch Massimiliano Blardone und Manfred Mölgg (0,09 Sekunden zurück) die Ränge eins und zwei, Ted Ligety (USA/0,17) wurde Dritter.
Tourismus-Boom
Görgl meldet sich zurück. Mit Stephan Görgl auf Platz 8, Matthias Lanzinger auf 13, Philipp
Schörghofer auf 18 und Romed Baumann auf 21 schafften es vier weitere
ÖSV-Läufer ins Klassement. Mario Matt, Mario Scheiber und Rainer
Schönfelder schieden im ersten Durchgang aus, Hannes Reichelt im
zweiten; Christoph Gruber hatte es nicht ins Finale geschafft. Im
Gesamtweltcup führt mit 317 Punkten weiterhin der Tagesfünfte Daniel
Albrecht aus der Schweiz, Raich überholte Cuche (17. in Bad
Kleinkirchheim), hat als Zweiter nur noch zwölf Zähler Rückstand auf
Albrecht und am Sonntag mit dem Slalom die Chance, die Führung zu
übernehmen. In der Riesentorlaufwertung führt Ligety (190 Punkte) vor
Albrecht (154), Blardone (150), Mölgg (142) und Raich (132).
Benjamin Raich
Enttäuschend.
"Unsere haben natürlich voll attackiert, sie wollten zu Hause
alles zeigen - so ist der Sport. Aber es hat mich gefreut, dass die
Jungen gut gefahren sind", sagte ÖSV-Alpinchef Hans Pum nach dem in
Summe doch etwas enttäuschenden Abschneiden der Österreicher. Und zu
Raich meinte er: "Zwei Zehntel hinter dem Ersten - das ist ein
Wimpernschlag." Der Pitztaler jedenfalls wusste, wo er die Zeit
verloren hat: "Im ersten Durchgang, da habe ich den Ski nicht so
laufen lassen. Es hat halt nicht alles gepasst, wenn man ganz vorne
sein will, dann muss man perfekt fahren. Das Ergebnis ist nicht so
schlecht, aber es ist wieder die Blecherne, ich bin nicht ganz
zufrieden", gab sich der Tiroler selbstkritisch.
Starke Italiener. Weiterhin stark präsentieren sich die Italiener, obwohl es im
nationalen Skiverband finanziell an allen Ecken und Enden kracht.
"Denen steht das Wasser bis zum Hals. Vielleicht sollte man uns auch
das Messer ansetzen", lautete ein nicht ernst gemeinter Kommentar von
Raich. Nachsatz: "Jetzt sorgt der Benjamin Raich auch mal für eine
Schlagzeile." Unterhaltsam war auch die internationale
Pressekonferenz, weil Mölgg anfangs die Statements von Blardone vom
Italienischen ins Deutsche übersetzte. Das hörte sich dann so an:
Mölgg: "Der Mölgg und ich sind sehr stark gefahren."
Features
Zum Thema
Fotoserie
Riesentorlauf
Foto

Raich verpasste das PodiumFoto © Reuters
Programm
Am Sonntag um 10 und um 13 Uhr geht der Slalom über die Bühne.
Foto

Lokalmatador Schönfelder kam zu SturzFoto © GEPA
















