Sieg von Schild wurde vom ÖSV nicht gefeiert
Martina Schild gewann am Sonntag in Lake Louise ihren ersten Weltcup-Super-G. Als beste Österreicherin wurde Alexandra Meissnitzer Vierte. Renate Götschl und Lindsey Vonn schieden aus.

Foto © ReutersMartina Schild feiert in Lake Louise ihren ersten Weltcuperfolg
Auf der Anzeigetafel im Ziel in Lake Louise leuchtete am Ende des Super G M. Schild auf Platz eins auf. Trotzdem war dem ÖSV-Damen-Team nicht nach feiern zumute. Denn nicht Marlies Schild hatte gerade gewonnen, sondern Martina Schild aus der Schweiz. Die 26-Jährige triumphierte bei weit unter minus 20 Grad vor Maria Riesch und Jessica Lindell-Vikarby, sorgte damit für den ersten Super-G-Erfolg der Eidgenossen seit zwei Jahren. Auch unsere Damen sorgten für etwas statistisches: Erstmals seit einem Jahr und zehn Monaten stand keine ÖSV-Läuferin auf dem Podest eines Super G.
Riesentorlauf
Stockerl verfehlt.
Das Stockerl nur um sechs Hundertstel verfehlt hat Alexandra Meissnitzer, als Vierte die Beste aus dem rot-weiß-roten Team. "Es war eine recht passable Fahrt, ich bin mit dem Resultat zufrieden", meinte die Salzburgerin, die "total motiviert" in diesen Bewerb gegangen war.
"Unbeschreiblich schön".
Das galt auch für die Siegerin, die bislang Platz drei im Super G auf der Reiteralm 2007 als bestes Weltcup-Resultat zu Buche stehen hatte. "Ich hab´ mir für diese Saison sehr viel vorgenommen. Platz eins ist unbeschreiblich schön", sprudelte es aus der Grindelwalderin heraus, "wir hatten in den vergangenen Jahren ein Loch, sind jetzt dabei, dieses zu schließen." Die begeisterte Eishockey-Spielerin lebt nach dem Motto - lebe dein Leben so, wie es ist. Und es soll noch schöner werden: "Demnächst rede ich auch in der Abfahrt um die Stockerlplätze mit."
Timing fehlt.
Das konnten die Abfahrtssiegerin von Samstag, Lindsey Vonn, und die Zweite, Renate Götschl, nicht. Vonn stürzte, blieb aber unverletzt, Götschl fuhr an einem Tor vorbei: "Im Super G bestehen noch Probleme beim Timing. Wenn ich Tempo aufnehme, komme ich mit der Körperbewegung noch nicht mit." Für die "Speed Queen" ist der Erfolg von Martina Schild "keine Überraschung. Wir haben in Sun Peaks zusammen mit den Schweizerinnen trainiert. Vor allem bei Martina sah ich einen schnellen Schwung. Da wusste ich - es dauert nicht mehr lange, bis sie ganz vorne ist." Obwohl es keinen Podestplatz gab, war ÖSV-Alpin-Chef Hans Pum mit den Damen zufrieden: "Unser Ziel sind immer die Top drei, aber Meissnitzer Vierte, Hosp Sechste, Fischbacher Achte - dass passt schon."
Features
Fotoserie
Fakten
1. Martina Schild SUI
2. Maria Riesch GER
3. Jessica Lindell-Vikarby SWE
4. Alexandra Meissnitzer AUT
5. Fränzi Aufdenblatten SUI
6. Nicole Hosp AUT
7. Anja Pärson SWE
8. Andrea Fischbacher AUT
9. Britt Janyk CAN
10. Fabienne Suter SUI
Weiters:
13. Elisabeth Görgl
14. Maria Holaus
17. Silvia Berger
30. Marlies Schild
Super-G
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Meissnitzer wurde als beste Österreicherin VierteFoto © GEPA
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Renate Götschl ist leider ausgeschiedenFoto © GEPA















