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Zuletzt aktualisiert: 29.11.2007 um 10:43 Uhr

"Morgenstern, Kofler & Co. wachsen nicht auf den Bäumen"

Vor dem Nordic Opening in Kuusamo triit ÖSV-Trainer Alexander Pointner auf die Erfolgsbremse.

Alex Pointner will seine Jungs nicht verheizen

Foto © GEPAAlex Pointner will seine Jungs nicht verheizen

Seit Goldberger 1996 wartet Österreich auf die große Kristallkugel. In diesem Jahr könnte es endlich für die ÖSV-Adler soweit sein, doch vor dem ersten Weltcupspringen in Kuusamo tritt Chefcoach Alexander Pointner auf die Erfolgsbremse. "Wir wollen nicht um jeden Preis den Gesamtweltcup erreichen, gerade bei dieser jungen Truppe. Talente wie Morgenstern, Schlierenzauer oder Kofler wachsen nicht wie Äpfel von den Bäumen. Man muss sie behutsam aufbauen. Letztes Jahr etwa hätten wir einen Gesamtweltcupsieg von Gregor Schlierenzauer erzwingen können, wir wollten ihn aber nicht verheizen und haben ihn bewusst herausgenommen", erklärt "Pointex".

Alter ist angestiegen. Vor allem nach der Gürtelrose-Erkrankung von Morgenstern und Koch haben die Verantwortlichen die Notbremse gezogen. "Der Gesamtweltcup bleibt natürlich ein Ziel, wir waren ja auch sehr lange nicht mehr unter den Top 3", sagt Pointner und fügt hinzu: "Aber das Höchstleistungsalter im Skispringen ist wieder angestiegen. Malysz, Ammann, Ljökelsöy oder Ahonen sind allesamt Topathleten, die über Jahre hinweg Spitzenleistungen bringen." Mit Morgenstern, Schlierenzauer & Co. geht das ÖSV-Team mit der jüngsten Mannschaft im Feld an den Start.

Frei im Kopf. Für den Saisonauftakt am Wochenende in Finnland steckt Pointner die Ziele niedrig. "Für den Verlauf des Gesamtweltcups ist das Abschneiden in Kuusamo, wo die Verhältnisse ohnehin sehr schwierig sind, nicht so entscheidend", verrät Pointner. Viel wichtiger ist dem ÖSV-Trainer, dass die Mannschaft im Lauf der Saison im Kopf frei bleibt und kein Ernergieverlust entsteht. "Die Saison ist mit vier Monaten sehr lang und daher haben wir uns für einen späten Einstieg entschieden. Unser junges Team hat damit den ganzen Winter hindurch alle Kräfte zur Verfügung", sieht Pointner zuversichtlich in die Zukunft.


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