Doping ohne Reue?
Deutsche Zeitung erhebt ein "Doping-Sittenbild" und bringt auch ÖSV ins Spiel - Schröcksnadel: "Geschichte betrifft uns nicht"

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Kaum angekommen ist ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel am Donnerstag in Lake Louise sofort wieder mit dem Thema Doping konfrontiert worden. Anlass war diesmal aber nicht Olympia oder Bode Miller sondern ein Bericht in der deutschen Wochenzeitung "DIE ZEIT" (Donnerstag-Ausgabe). Darin wird Österreich aber auch Deutschland im Artikel "Doping ohne Reue?" u.a. die Übernahme des DDR-Blutdoping-Systems unterstellt. Es wird darin aber auch der Schluss gezogen, dass auch österreichische Schifahrer nicht ausreichen kontrolliert werden könnten.
Auf der Watchlist. "Das ist eine Geschichte, die das Österreichische Anti-Doping-Komitee betrifft und nicht den Schiverband", wollte Schröcksnadel in Kanada dem Bericht keine besondere Bedeutung beimessen. Für den ÖSV gelte: "Wir werden laufend getestet, weil wir seit Salt Lake City auf der Watchlist stehen und laufend im Visier der WADA, der NADA und der FIS sind. Bei uns gibt es mit Sicherheit keine Doping-Struktur", sagte der ÖSV-Präsident und verwies auf 367 Tests alleine in der Saison 2005/2006, davon alleine 100 bei den Alpinen. Das seien Daten, die man selbst bei den Sportlern erhoben habe.
ADAMS-System. Dem ZEIT-Vorwurf, über keine Liste der getesteten Athleten zu
verfügen, entgegnete Schröcksnadel: "Wir werden nur dann sofort
informiert, wenn Athleten positiv waren bzw. nicht angetroffen
wurden. Die kompletten Listen bekommen wir immer erst ein Jahr
später." Im ÖSV sei man offen für jede Art von Kontrolle, betonte
Schröcksnadel und verwies bei dieser Gelegenheit darauf, dass alle
ÖSV-Sportler die Athleten-Erklärung unterschrieben hätten. Damit sind
seit heuer auch alle medizinischen Daten der Sportler offengelegt.
Zudem würden alle ÖSV-Sportler seit heuer auch am ADAMS-System
(Antidoping Administration und Management System) teilnehmen.















