Ein heißer Tipp und eine Punktejägerin
Für Herbert Mandl, den Cheftrainer der ÖSV-Damen, kann es im Samstags-Slalom der Damen auf der Reiteralm nur eine Siegerin geben - Marlies Schild.

Foto © GEPAMarlies Schild
Das Pichlmayrgut am Fuße der Reiteralm - Edeldomizil und ausgebucht bis unter das Dach. Das die heimischen Schistars, angeführt von Nicole Hosp, Marlies Schild, Benni Raich und Co., für ihr Weltcup-Gastspiel trotzdem ihre Zelte in der Nobelherberge aufschlagen konnten, ist der "Kreativität" des Hotel-Direktors Christian Steiner zu verdanken (siehe auch Seiten 16/17). Gestern reisten die Damen an. Marlies Schild musste die erste Nacht allerdings ohne ihr "Herzblatt" Benni verbringen. Erst heute werden Raich und Kollegen in Pichl erwartet. Die Stimmung war aber bereits gestern bestens.
Entspannt. Marlies Schild, die große Slalom-Dominatorin der letzten Saison, wirkte vor dem morgigen ersten Torlauf der neuen Saison äußerst entspannt. Ebenso Gesamt-Weltcupsiegerin Nicole Hosp, die Steirerin Elisabeth Görgl, Andrea Fischbacher und die wieder genesene Kathrin Zettel. Da saßen sie nun an einem Tisch und plauderten, über Ziele, Trainings und die Konkurrenz. Nur die zwei Jüngsten im österreichischen Slalomteam fehlten - Katrin Triendl und Simone Streng steckten im Stau. Auf den Schiern sind die beiden aber nicht langsam, auch wenn Damen-Cheftrainer Herbert Mandl noch bremst. "Die Qualifikation für den zweiten Lauf und eine Platzierung um 20. Alles andere wäre ein Überraschung."
Nur eine Siegerin. Da hat er von einer anderen schon klarere Vorstellungen. Mandl stellte klar, dass es für ihn morgen nur eine Siegerin geben kann - Marlies Schild. "Kommt sie normal ins Ziel, kann keine mir ihr mithalten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die ausländische Konkurrenz über den Sommer so viel dazugelernt hat, um Marlies unter normalen Umständen zu gefährden." Der enttäuschende 19. Platz beim Riesentorlauf in Sölden zum Saisonauftakt war längst vergessen.
Bescheidene Zettel. Nicht vergessen hat Sölden hingegen Kathrin Zettel. Die Niederösterreicherin, die bei ihrem Comeback gleich auf Platz zwei raste, hat für den Slalom auf der Reiteralm allerdings bescheidenere Ziele. "Ein Platz zwischen fünf und zehn", kommt's von der zierlichen Niederösterreicherin. Den verheerenden Sturz in der Abfahrt von Tarvis und den damit verbundenen Bruch des Schienbeinkopfes im linken Bein hat sie weggesteckt. Sie sprüht vor Energie, auch wenn sich im Sommer kein Urlaub ausgegangen ist - die Therapie hatte Vorrang.
Punktejagd. Die Jagdprüfung hat sie trotzdem gemacht, den ersten Rehbock erlegt, nun will sie allerdings wieder auf Punktejagd gehen - in den Revieren ihrer Gegnerinnen.
















-Anzeigen