Hosp mit Willenskraft an die Spitze
23-Jährige Tirolerin wurde für erstes WM-Gold und den Weltcup-Gesamtsieg belohnt. Jetzt fehlt ihr nur noch ein Abfahrtssieg im Weltcup.

Foto © APHosp und die große Kristallkugel
Den Schi-Winter 2006/2007 wird Nicole Hosp wohl für immer in guter Erinnerung behalten. Die Tirolerin gewann bei der Weltmeisterschaft in Aare den Riesentorlauf und damit ihre sechste Medaille bei Großereignissen, aber die erste in Gold. Im spannendsten
Weltcup-Finale der Schigeschichte sicherte sie sich dann im März auch
noch erstmals den Gesamtsieg und die große Kristallkugel. Dafür wurde
die 23-Jährige aus dem Tiroler Außerfern nun erstmals auch zu
Österreichs "Sportlerin des Jahres" gekürt.
Temporeich. Die am 6. November 1983 in Ehenbichl geborene Hosp stand schon früh auf Rennschiern und wie bei Landsmann Benjamin Raich stand auch bei der Bichlbacherin der Vater als großer Förderer stets zur Seite. Aus den frühen Vorbildern wie Petra Kronberger, Anita Wachter oder später dann Renate Götschl wurde dann der norwegische
Top-Allounder Kjetil-Andre Aamodt zum großen Leitbild für
Porschefahrerin Hosp, die das Tempo in fast allen Lebensbereichen
liebt.
Erste Erfolge. Begonnen hat die Karriere der Nicole Hosp am 26. Oktober 2002. Österreich zelebrierte den Nationalfeiertag und das Mega-Talent aus dem Außerfern bejubelte wenige Tage vor dem 19. Geburtstag im Sölden-Riesentorlauf den ersten Sieg. Und das im erst achten Weltcuprennen - einem unvergesslichen Rennen mit gleich drei Siegerinnen. Von ihren ersten Weltmeisterschaften in St. Moritz 2003 kehrte Hosp mit Silber in der Kombination und Bronze im Slalom nach Hause zurück. Es dauerte freilich mehr als ein Jahr, ehe Hosp mit ihrem zweiten Weltcupsieg im Dezember 2003 die vierjährige Sieglosigkeit der ÖSV-Damen im Slalom beendete.















