Zuletzt aktualisiert: 23.10.2007 um 13:31 Uhr
Wettbremsen ist Geschichte - Die Neuerungen im Schi-Weltcup
Die ungeliebte 30er-Regel wurde abgeschafft und auch beim Material hat sich einiges getan: Am Samstag startet der Schi-Zirkus in die neue Saison.

Foto © GEPAAtle Skaardal ist für die Damen-Rennen zuständig
Günter Hujara (Herren) und Atle Skaardal (Damen)
nehmen auch die alpine Weltcup-Saison 2007/08 als Renndirektoren des
internationalen Schiverbandes FIS in Angriff. Vor den
Auftakt-Riesentorläufen in Sölden sprachen die beiden aus
Deutschland bzw. Norwegen über die wichtigsten Neuerungen und Themen
des kommenden Winters 2007/2008.
Startnummern bei den Speed-Rennen
Nach andauernder Kritik ist die umstrittene 30er-Regel für die Speedrennen und damit auch das "Wettbremsen" im Training Geschichte. Ab sofort werden die
Startnummern ausgelost, so werden z.B. den Top-7 der Weltrangliste
die Nummern 16 bis 22 zugelost. "Vielleicht haben die Stars dadurch leicht verbessere
Voraussetzungen", so Skaardal vorsichtig.
Um laut Hujara "noch mehr Professionalität" im Zirkus zu signalisieren, wurde der Stellenwert der öffentlichen Startnummernauslosung in den jeweiligen
Weltcup-Orten erhöht. Wenn ein Läufer diese Show unentschuldigt
schwänzt, wird er im Rennen automatisch erst nach Nummer 45 ins
Rennen gehen. Zusätzlich gibt es eine Geldstrafe von 999 Schweizer
Franken (598 Euro), im Wiederholungsfall sogar von 5.000 Franken
(2.992 Euro).
Neue Taillierungen und niedrigere
Standhöhen sollen vor allem die Sicherheit erhöhen. "Mit den
breiteren Schiern und der tieferen Position soll die Fähigkeit des
Läufers zur Kontrolle der Schi verbessert werden", erwartet sich
Hujara. Skaardal glaubt: "Es wird dadurch technisch anspruchsvoller.
Einige Fahrer müssen und mussten ihre Technik umstellen. Die Änderung
war notwendig, um die Balance bei der Materialentwicklung
wiederherzustellen. Das ultimative Ziel ist es, die Geschwindigkeit
unter Kontrolle zu haben."