Positiv in die Saison
Nach Leidenszeit im Sommer ist Rainer Schönfelder wieder zuversichtlich.

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Er war nie ein Duckmäuser. Und still ist ein Adjektiv, das auf Rainer Schönfelder schon gar nicht zutraf. Doch das vergangene Jahr hat im 30-Jährigen zu einer Veränderung geführt. Und wie so oft war daran eine Verletzung schuld. Über die gesamte vergangene Saison litt der Kärntner an Leistenproblemen. Er fuhr unter Schmerzen, nahm eine Schonhaltung ein, verlor etwas den Anschluss - und fand ihn nicht mehr wieder. Und auch mit Saisonende hatte das Leiden kein Ende; fünf Ärzte stellten fünf Diagnosen, letztlich knallte Schönfelder die Schi ins Eck, ging auf eine halbe Weltreise ("Ich war in Moskau, New York, Miami, Hamburg, Orlando") und mit viel Therapie ging die Verletzung wieder so, wie sie gekommen war: schleichend.
Harte Zeiten. Nach den harten Zeiten in Neuseeland, als Schönfelder "schon nahe am Verzweifeln war", zeigte der sportliche Pfeil plötzlich wieder nach oben, der persönliche hatte dies schon zuvor getan: "Die vergangene Saison war ein Verlust an Weltcup-Punkten - aber ein Gewinn an Erkenntnissen", sagt er und ergänzt: "Die Wende kam mit der schlechten Schi-WM. Da war mir klar: Diesmal kann ich mich nicht mehr selbst herausziehen, so wie bisher immer."
Neue Technik. Die Akitivitäten an anderen Fronten schraubte der "Pisten-Clown" zurück, nutzte die Zeit, um abzuschalten. Und fand dabei auch die Motivation, seine komplette Technik umzustellen. "Das war notwendig", erklärt der Bleiburger, "denn es hat sich einiges getan. Schnell ist, wozu man im Vorjahr gesagt hat, dass es sich nicht ausgeht. Und im Vorjahr hat Jens Byggmark gezeigt, wie es geht: Schlampig, aber schnell." Auch im Riesentorlauf hat sich etwas getan, auch bei Schönfelder: "Ich bin draufgekommen, dass ich nur geduldiger sein muss. Nicht wie im Slalom versuchen zu geiern, sondern den Schi laufen lassen."
Schöenfelder fühlt sich geborgen. Die Umstellung scheint Schönfelder geglückt zu sein - zumindest unterstrich das seine Bestzeit in den ÖSV-Zeitläufen vor dem Weltcup-Start. Schönfelder fühlt sich im neuen Trainerteam geborgen, ist wieder dabei. Und er hat in seinem "Seuchenjahr" einen Plan nicht aufgegeben: "Ich will weiter daran arbeiten, Allrounder zu werden. Diesen Weg verlasse ich nicht."















