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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2007 um 18:40 Uhr

Raich will sich große Kristallkugel schnappen

Auch ohne Großereignis hat Benjamin Raich in der neuen Saison große Ziele. Ganz oben auf der Liste steht der Gesamt-Weltup.

Raich will den Gesamt-Weltcup

Foto © APARaich will den Gesamt-Weltcup

Einen Monat vor dem Weltcup-Auftakt am 28. Oktober in Sölden hat Benjamin Raich seine ehrgeizigen Ziele für den großereignislosen Winter 2007/08 formuliert. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für den Tiroler der Gesamt-Weltcup, den er 2006 erstmals gewonnen und 2007 in einem Herzschlagfinale gegen den Norweger Aksel Lund Svindal verloren hat.

Level halten. "Wir stehen vor einer Saison ohne Großereignis. Da heißt für mich das Ziel ganz klar Gesamt-Weltcup. Dafür habe ich im Sommer sehr hart gearbeitet", meinte Raich, der sich natürlich in seinen Paradedisziplinen Slalom und Riesentorlauf Topchancen auf den Gewinn von kleinen Kristallkugeln ausrechnen darf. "Im Slalom und Riesentorlauf möchte ich ganz einfach meinen hohen Level halten." Eine Herzensangelegenheit bleibt für den Doppel-Olympiasieger aus dem Pitztal die "Königsdisziplin" Abfahrt.

Reserviert und vorsichtig. Im Gegensatz zum Vorjahr, als er zunächst einen großen Leistungssprung angekündigt und danach eher enttäuscht hatte, äußerte sich Raich in dieser Hinsicht eher reserviert und vorsichtig. "Vielleicht platzt der Knoten schon bald, vielleicht aber auch erst bisschen später", zeigte sich Raich geduldig. Die Voraussetzungen für die erhofften Topleistungen in der Abfahrt wurden im Sommer mehr den je geschaffen. "Ich habe in Chile speziell für die Speeddisziplinen trainiert. Punkto Technik und Material." Als wirklichen Abfahrts-Routinier kann man Raich aber noch lange nicht bezeichnen. "Natürlich ist die Erfahrung entscheidend. Und die wächst von Jahr zu Jahr. Aber ss ist erst meine vierte echte Abfahrtssaison", rechnete Raich vor.

Aufs Podest. Eines von Raichs Zwischenzielen auf dem Weg zur Großen Kristallkugel heißt natürlich Sölden. Dort hat der Sieger von 29 Weltcup-Rennen kurioserweise noch keinen einzigen Podestplatz eingefahren. Und Raich weiß auch warum. "Ich hatte in Sölden schon oft das Problem, dass ich beim Saisonstart einfach zu viel wollte. Deshalb will ich diesmal locker und ohne Verkrampfung ins Rennen gehen."


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