Raich will sich große Kristallkugel schnappen
Auch ohne Großereignis hat Benjamin Raich in der neuen Saison große Ziele. Ganz oben auf der Liste steht der Gesamt-Weltup.

Foto © APARaich will den Gesamt-Weltcup
Einen Monat vor dem Weltcup-Auftakt am 28. Oktober in Sölden hat Benjamin Raich seine ehrgeizigen Ziele für den großereignislosen Winter 2007/08 formuliert. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für den Tiroler der Gesamt-Weltcup, den er 2006 erstmals gewonnen und 2007 in einem Herzschlagfinale gegen den Norweger Aksel Lund Svindal verloren hat.
Level halten. "Wir stehen vor einer Saison ohne Großereignis. Da heißt für mich das Ziel ganz klar Gesamt-Weltcup. Dafür habe ich im Sommer sehr hart gearbeitet", meinte Raich, der sich natürlich in seinen Paradedisziplinen Slalom und Riesentorlauf Topchancen auf den Gewinn von kleinen Kristallkugeln ausrechnen darf. "Im Slalom und
Riesentorlauf möchte ich ganz einfach meinen hohen Level halten." Eine Herzensangelegenheit bleibt für den Doppel-Olympiasieger aus
dem Pitztal die "Königsdisziplin" Abfahrt.
Reserviert und vorsichtig. Im Gegensatz zum Vorjahr, als er zunächst einen großen Leistungssprung angekündigt und danach eher enttäuscht hatte, äußerte sich Raich in dieser Hinsicht eher reserviert und vorsichtig. "Vielleicht platzt der Knoten schon bald, vielleicht aber auch erst bisschen später", zeigte sich Raich geduldig. Die Voraussetzungen für die erhofften Topleistungen in der Abfahrt wurden im Sommer mehr den je geschaffen. "Ich habe in Chile
speziell für die Speeddisziplinen trainiert. Punkto Technik und
Material." Als wirklichen Abfahrts-Routinier kann man Raich aber noch
lange nicht bezeichnen. "Natürlich ist die Erfahrung entscheidend.
Und die wächst von Jahr zu Jahr. Aber ss ist erst meine vierte echte
Abfahrtssaison", rechnete Raich vor.
Aufs Podest. Eines von Raichs Zwischenzielen auf dem Weg zur Großen Kristallkugel heißt natürlich Sölden. Dort hat der Sieger von 29 Weltcup-Rennen kurioserweise noch keinen einzigen Podestplatz
eingefahren. Und Raich weiß auch warum. "Ich hatte in Sölden schon
oft das Problem, dass ich beim Saisonstart einfach zu viel wollte.
Deshalb will ich diesmal locker und ohne Verkrampfung ins Rennen
gehen."















