WM 2009 in Val d'Isere in Gefahr
Die Alpine Schi-WM 2009 in Val d'Isere wird durch Verspätungen in Frage gestellt.

Foto © GEPAWird Benni Raich in Val d'Isere um Gold kämpfen können?
Die Organisation der Schi-WM 2009 in Val
d'Isere ist so stark in Verzug, dass sogar die Abhaltung der
Titelkämpfe in dem französischen Wintersportort in Frage gestellt
wurde. Nach dem Rücktritt Jean-Claude Killys vom Posten des
Exekutiv-Präsidenten des Organisationskomitees am vergangenen Freitag
aufgrund der besagten Verzögerungen hat die französische
Sportministerin Roselyne Bachelot das Heft selbst in die Hand
genommen.
Image. Bachelot wird nach eigenen Angaben die Verantwortlichen der
Organisation um sich versammeln, sobald der dreifache Olympiasieger
von Grenoble 1968 aus Guatemala-Stadt zurückkehrt, wo er als
IOC-Mitglied u.a. über den Olympia-Ort 2014 abstimmt. Sollte es zu
keiner Lösung in der Organisationsfrage kommen, dann könnte die WM
außerhalb Frankreich stattfinden, was für das Land, das seit 1962
keine Weltmeisterschaft mehr organisiert hat, sehr imageschädigend
wäre.
Baubeginn verschoben. Der Direktor des Organisationskomitees, Jean-Paul Pierrat,
erklärte am Dienstag gegenüber der Tageszeitung "Les Echos", dass
sechs Monate vor den ersten Testläufen im Februar 2008 die
Bauarbeiten des Sportzentrums, das bei der WM auch als Pressezentrum
dienen soll, noch gar nicht begonnen haben. Ein erstes Projekt
scheiterte an der Kostenüberschreitung des Bugets von 16 Millionen
Euro. Ein zweiter Wettbewerb soll am 9. Juli ausgeschrieben werden.
Gel. Auch die Neutrassierung der Pisten, die aus Sicherheitsgründen
notwendig ist, hat nach diesen Angaben gerade erst begonnen, zumal
bloß zwei bis drei Millionen Euro dafür ausgegeben wurden. Mit der FIS war dagegen 2004 ein Gesamtbudget von
7,8 Millionen Euro vereinbart worden.















