Johannes Eder beendet seine Karriere
"Ich wollte mich in Ruhe vorbereiten, aber das ist wieder nicht möglich. Die Motivation für das Training und ein Leben als Sportler ist nicht mehr da", so Eder.

Foto © GEPAJohannes Eder
Der Skilangläufer Johannes Eder, einer der sechs vom
IOC lebenslang von Olympia ausgeschlossenen österreichischen
Athleten, hat seine Karriere beendet. "Ich lasse mir noch ein kleines
Schlupfloch, aber woher soll die Motivation noch kommen. Mir ist die
Freude genommen worden, wenn einem Sachen vorgehalten werden, die in
keiner Form stimmen", erklärte der Salzburger am Freitag gegenüber
der APA. Seine Berufung gegen die Sperre vor dem Obersten
Sportgericht wird er aufrecht halten, auch "um den guten Ruf wieder
herzustellen".
Maxime.
Der neue ÖSV-Langlauf-Cheftrainer Bernd Raupach, der Franz
Gattermann nachgefolgt ist, bestätigte die schon vor der der
vergangenen Saison (2006/07) beschlossene Maxime: "Medizinische
Geräte und Medikamente gehören nur in die Hand eines Arztes."
Arzt verpflichtet.
Mit Amtsantritt von Gattermann und ihm selbst in der Saison nach
den Winterspielen in Turin sei auch auf Wunsch von ÖSV-Sportdirektor
Markus Gandler und von Präsident Peter Schröcksnadel ein Arzt
verpflichtet worden, der bei allen Trainingskursen und Wettkämpfen
präsent sei, sagte Raupach.
"Klare Linie".
"Wir haben eine klare Linie. Ausschließlich der Arzt hat Geräte
und Medikamente bei sich und dieser entscheidet nach medizinischen
Gründen über deren Einsatz", erklärte der Deutsche, der früher Coach
des aktuellen Weltcupsiegers Tobias Angerer war.
Sperre.
Eder, der wegen Selbstinfusion während der Winterspiele bereits
eine vom obersten Sportgericht bestätigte einjährige Sperre
abgesessen hat, hatte noch einen Winter als Spitzensportler
bestreiten wollen. "Ich wollte mich in Ruhe vorbereiten, aber das ist
wieder nicht möglich. Die Motivation für das Training und ein Leben
als Sportler ist nicht mehr da", sagte der 27-Jährige, der nun sein
Jus-Studium abschließen will.















