Auch Amerika mischt mit
Heute ist Nennfrist für die Bewerbungen um die alpine Schi-WM 2013 und Schladming bekommt diesmal drei Gegner vorgesetzt: St. Moritz, Cortina d'Ampezzo und ganz überraschend auch noch Beaver Creek.

Foto © APABenni Raich jubelt: Feiern auch die Weltmeister 2013 in der Steiermark?
Die 500 Brötchen mit rot-weiß-roten Paprikastreifen waren der absolute Renner beim FIS-Konress vor drei Jahren in Miami, als sich Schladming um die Schi-WM 2009 anstellte. Aber dann kam die große Ernüchterung und Val d'Isere bekam den WM-Zuschlag.
Vilamoura, diesen idyllischen Ort an der portugiesischen Algarve, hatten sich die FIS-Herren für den nächsten Kongress ausgesucht und bei den Schladminger rollten diesmal dicke Tränen. Wieder nichts mit der WM, Garmisch-Partenkirchen durfte jubeln und baut gerade beide Ortsteile für die Schi-WM 2011 um. Schladming hatte zwar die mit Abstand beste Bewerbung abgeliefert, aber die hohe Sportpolitik hatte etwas gegen die Steirer.
Für den dritten WM-Anlauf müssen die Schladminger vom 25. bis 31. Mai ins ferne Kapstadt und seit gestern sind die Mitbewerber bekannt, auch wenn erst heute die Nennfrist für die Schi-WM 2013 endet: St. Moritz, Cortina d'Ampezzo - und Beaver Creek. "Aha", schluckte gestern Schladmings WM-Chef Hans Grogl, denn mit den Amis hatte bis zuletzt nämlich keiner mehr gerechnet und jetzt mischen sie plötzlich doch mit. Vail hatte ja schon 1989 eine Schi-WM durch
geführt, 1999 eine zweite und zugleich die letzte auf nicht-europäischen Boden.
Nachteil?
Es folgten St. Anton 2001, St. Moritz 2003, Bormio 2005, Åre 2007 und jetzt kommen Val d'Isere und Garmisch. "Aber ganz egal gegen wen wir antreten, wir haben schon bei den bisherigen Bewerbungen bewiesen, dass wir die WM verdient haben und wir werden diese einfordern", sagt Grogl, für den es natürlich eine (O-Ton) "Sauerei wäre, würde es ein anderer beim ersten Antreten schaffen. Vail ist zwar ein tolles Schigebiet, aber Schisport findet dort unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Schladming muss diese WM bekommen."
Features
Bewerber
Alpine Schi-WM 2013: Cortina d'Ampezzo, St. Moritz, Beaver Creek, Schladming.
Nordische Schi-WM 2013: Val di Fiemme, Oberstdorf, Zakopane, Lahti.
Foto

Großes Plus: Das FanaufkommenFoto © APA
Fakten
WM-Einschreibegebühr - Alpin: 400.000 Schweizer Franken (243.000 Euro) plus 200 Trainingstage; Reduktion der Gebühren von 25 Prozent für die zweite Bewerbung in Folge und 50 Prozent für die dritte und weitere Bewerbungen in Folge.
WM-Zuschlagsgebühr - Alpin: 1 Million Schweizer Franken (607.000 Euro) plus 600 Trainingstage.















