Doping-Affäre: ÖSV-Präsident berief erneut Disziplinarkommission ein
Diese soll die Faktenlage in "Causa Turin" noch einmmal überprüfen.

Foto © GEPAÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat am Freitag
in der "Causa Turin" neuerlich die Disziplinarkommission des
Österreichischen Skiverbandes einberufen. Sie soll überprüfen, ob es
hinsichtlich der vom damaligen Verfahren erfassten Athleten
gegebenenfalls neue Fakten gibt, die zum damaligen Zeitpunkt noch
nicht bekannt gewesen sind.
Beweise. Die Disziplinarkommission wird weiters klarstellen, ob es auf
Grund der nun erstmals vorliegenden Unterlagen gegen die beiden
ehemaligen Athleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann - die
bekanntlich unmittelbar nach den Olympischen Spielen ihren Rücktritt
erklärt hatten und somit nicht mehr der Sport-Gerichtsbarkeit
unterworfen waren - schlüssige Beweise für ein ihnen anzulastendes
Fehlverhalten gibt.
Sechs ÖSV-Athleten gesperrt. Das Exekutiv-Komitee des Internationalen Olympischen Comites (IOC)
hatte vergangenen Mittwoch in Peking harte Sanktionen gegen sechs
ÖOC-Athleten beschlossen, die in die Doping-Affäre bei den
Olympischen Winterspielen in Turin 2006 verwickelt waren. Die
Biathleten Wolfgang Rottmann und Wolfgang Perner, die ihre Karrieren
bereits beendet haben, wurden ebenso lebenslang von Olympischen
Spielen ausgeschlossen wie die Langläufer Roland Diethart, Johannes
Eder, Jürgen Pinter und Martin Tauber.















