Winterspiele 2014: Es wird ernst für Salzburg
Die IOC-Sperre gegen die sechs Österreicher soll die Salzburg-Bewerbung nicht beeinträchtigen.

Foto © APADas Logo der Salzburger Bewerbung
Im Rennen um die Winterspiele 2014 wird
mit harten Bandagen gekämpft. Den Milliarden, die Südkorea für die
Spiele in Pyeongchang und Russland in den Schwarzmeerort Sotschi
investieren wollen, hält Salzburg lange Erfahrung und heimische
Wintersporttradition entgegen. Die lebenslange Olympia-Sperre, die
das Internationale Olympischen Komitee (IOC) am Mittwoch über sechs
österreichische Biathleten und Langläufer verhängt hatte, soll dabei
nicht zum Stolperstein werden.
Ehrlich. "Wir wollen uns auf ehrliche Weise um die Spiele bewerben, wir
wollen sie nicht kaufen", betonte Olympiasieger Felix Gottwald, der
als Sonderbotschafter nach Peking gereist ist. Salzburg könne
den Olympischen Spielen etwas bieten, "was man nicht für Geld kaufen
kann", sagte der 31-Jährige als Seitenhieb auf die finanziell
stärkeren Bewerbungen von Sotschi und Pyenogchang. Es mache einen
großen Unterschied, ob ein Volk mit dem Wintersport aufgewachsen sei.
"Salzburg muss nichts erfinden - es ist alles da."
Die Gefahr, dass sich die Vergabe der Asienspielen 2014 an Incheon
und der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2011 an Daegu negativ auf
die Bewerbung Pyeongchangs auswirken könnte, sieht Komiteechef Kim
Jin Sun keineswegs: "Ich sehe keinerlei Verbindgun zwischen
Pyeongchang, Daegu oder Incheon."
Zwölf Milliarden Dollar. Russlands Vizeregierungschef Alexander Schukow sonnte sich bei der
Präsentation von Sotschi im Licht der zwölf Milliarden US-Dollar, die
Präsident Wladimir Putin in elf neu zu bauende Sportstätten und die
Region am Schwarzen Meer stecken wolle, um Sotschi auf Weltniveau zu
bringen. Wie in Turin sollen die Spiele in Sotschi in zwei Zentren
aufgeteilt werden, die "weniger als 40 Minuten" voneinander entfernt
seien, heißt es.
Kurze Wege. Gerade dieses Konzept kritisierte hingegen Gottwald: "Die Spiele
gehen an dir vorbei, ohne dass du was mitkriegst." Deswegen wirbt
Salzburg mit "kompakten Spielen". Die Athleten sollen
durchschnittlich zwölf Minuten unterwegs sein. Die längste Strecke
ist 55 Minuten. Ähnlich verspricht Pyeongchang, dass über 90 Prozent
der Athleten ihre Strecken "innerhalb von zehn Minuten" zurücklegen
könnten.
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Favoritenrolle
Salzburg wird vom Olympia-Experten der Nachrichtenagentur AFP als Favorit bezeichnet. Die Chancen von Pyeongchang seien hingegen durch die Vergabe der Asienspiele 2014 an Südkorea reduziert worden.















