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    Zuletzt aktualisiert: 26.04.2007 um 12:25 Uhr

    Winterspiele 2014: Es wird ernst für Salzburg

    Die IOC-Sperre gegen die sechs Österreicher soll die Salzburg-Bewerbung nicht beeinträchtigen.

    Das Logo der Salzburger Bewerbung

    Foto © APADas Logo der Salzburger Bewerbung

    Im Rennen um die Winterspiele 2014 wird mit harten Bandagen gekämpft. Den Milliarden, die Südkorea für die Spiele in Pyeongchang und Russland in den Schwarzmeerort Sotschi investieren wollen, hält Salzburg lange Erfahrung und heimische Wintersporttradition entgegen. Die lebenslange Olympia-Sperre, die das Internationale Olympischen Komitee (IOC) am Mittwoch über sechs österreichische Biathleten und Langläufer verhängt hatte, soll dabei nicht zum Stolperstein werden.

    Ehrlich. "Wir wollen uns auf ehrliche Weise um die Spiele bewerben, wir wollen sie nicht kaufen", betonte Olympiasieger Felix Gottwald, der als Sonderbotschafter nach Peking gereist ist. Salzburg könne den Olympischen Spielen etwas bieten, "was man nicht für Geld kaufen kann", sagte der 31-Jährige als Seitenhieb auf die finanziell stärkeren Bewerbungen von Sotschi und Pyenogchang. Es mache einen großen Unterschied, ob ein Volk mit dem Wintersport aufgewachsen sei. "Salzburg muss nichts erfinden - es ist alles da."

    Die Gefahr, dass sich die Vergabe der Asienspielen 2014 an Incheon und der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2011 an Daegu negativ auf die Bewerbung Pyeongchangs auswirken könnte, sieht Komiteechef Kim Jin Sun keineswegs: "Ich sehe keinerlei Verbindgun zwischen Pyeongchang, Daegu oder Incheon."

    Zwölf Milliarden Dollar. Russlands Vizeregierungschef Alexander Schukow sonnte sich bei der Präsentation von Sotschi im Licht der zwölf Milliarden US-Dollar, die Präsident Wladimir Putin in elf neu zu bauende Sportstätten und die Region am Schwarzen Meer stecken wolle, um Sotschi auf Weltniveau zu bringen. Wie in Turin sollen die Spiele in Sotschi in zwei Zentren aufgeteilt werden, die "weniger als 40 Minuten" voneinander entfernt seien, heißt es.

    Kurze Wege. Gerade dieses Konzept kritisierte hingegen Gottwald: "Die Spiele gehen an dir vorbei, ohne dass du was mitkriegst." Deswegen wirbt Salzburg mit "kompakten Spielen". Die Athleten sollen durchschnittlich zwölf Minuten unterwegs sein. Die längste Strecke ist 55 Minuten. Ähnlich verspricht Pyeongchang, dass über 90 Prozent der Athleten ihre Strecken "innerhalb von zehn Minuten" zurücklegen könnten.


    Favoritenrolle

    Salzburg wird vom Olympia-Experten der Nachrichtenagentur AFP als Favorit bezeichnet. Die Chancen von Pyeongchang seien hingegen durch die Vergabe der Asienspiele 2014 an Südkorea reduziert worden.

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