Byggmark gewinnt den ersten Slalom vor Mario Matt
Genau eine Woche vor dem ersten WM-Bewerb in Aare haben die schwedischen Slalom-Herren neuerlich zugeschlagen. Nach den Siegen von Andre Myhrer (Beaver Creek) und Markus Larsson (Alta Badia) war beim ersten der zwei Kitzbühel-Slaloms Jens Byggmark an der Reihe. Der 21-Jährige krönte mit seinem ersten Weltcup-Erfolg vorerst seinen steilen Aufstieg, denn für Byggmark war es erst der achte Weltcup-Slalom seiner noch jungen Karriere.
San Sicario
Schweden. Nur der Blondschopf aus Tärnaby, dem Heimatort von Ingemar Stenmark und Anja Pärson, verhinderte den zweiten Sieg von Mario Matt in Folge, der Kitz-Gewinner von 2000 belegte vor rund 25.000 Zuschauern mit 0,87 Sekunden Rückstand Platz zwei. Dritter wurde der Deutsche Alois Vogl (1,48), der erstmals seit Jänner 2006 wieder aufs Stockerl durfte. Der Tiroler Benjamin Raich wurde Fünfter, der Kärntner Rainer Schönfelder Achter. Gesamt-Weltcup-Leader Aksel Lund Svindal (NOR) landete auf Rang 14, der Salzburger Reinfried Herbst bei seinem mit Spannung erwarteten Comeback auf Platz 21.
Szenario. Das Szenario rund um den Hahnenkamm war am Samstag kurios. Während Kitz bis vor wenigen Tagen auf Grund der grünen Wiesen mehr als Wanderer- als Ski-Destination gesehen und der Schnee verzweifelt mit Hubschraubern vom Großglockner eingeflogen werden musste, hatte der Winter das Tiroler Ski-Mekka am Renn-Wochenende plötzlich ganz fest im Griff.
Herminator
Grundstein.
Den Grundstein zum Sieg legte Byggmark, der nun auch Leader im
Slalom-Weltcup ist, mit einer sensationellen Fahrt im ersten
Durchgang, in dem er gleich 0,80 Sekunden Vorsprung auf den
zweitschnellsten Marc Berthod (SUI/im zweiten Lauf im Schlussteil
ausgeschieden) herausfuhr. "Ich habe im Nebel nicht viel gesehen",
scherzte Byggmark, der den Vorsprung im Finale ohne großes
Nervenflattern mit siebentbester Laufzeit souverän ins Ziel brachte.
"Ich habe vor dem Rennen nicht viel erwartet, jetzt fühle ich mich
großartig", jubelte der Schwede, der zuvor noch nie auf einem
Weltcup-Podest gestanden war.
Leistung.
Auch für Matt läuft es weiterhin wie am Schnürchen. Nach Platz
drei im Adelboden-Slalom und dem Sieg in der Wengen-Kombi gab es nun
Platz zwei in Kitz. "Mir gelingt es jetzt einfach, die
Trainingsleistungen optimal ins Rennen umzusetzen", sagte der
27-Jährige, der im ersten Lauf Zehnter gewesen war. Matt hatte im
ersten Durchgang Schuhprobleme, löste diese jedoch in der Pause vor
dem zweiten Lauf scheinbar optimal. "Den zweiten Durchgang habe ich
als lockere Trainingsfahrt genommen. Das hat super geklappt."
Zweite Lauf.
Benni Raich rutsche nach Rang drei im ersten Lauf auf Platz fünf
zurück. "Der zweite Lauf war sicher nicht perfekt. Natürlich wollte
ich gewinnen, aber Rang fünf ist besser als nichts. Morgen gibt es
schon die Chance zur Revanche." Reinfried Herbst fuhr bei seinem
Comeback auf Platz 21, klopfte sich jedoch im Ziel enttäuscht und
verärgert auf den Skihelm: "Natürlich bin ich nicht zufrieden. Ich
habe im zweiten Durchgang einen Fehler gemacht, der mir zwei Sekunden
gekostet hat. Das Knie hat super gehalten, es hat absolut kein
Problem gegeben."
Features
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Programm
Am Dienstag geht es mit dem Nachtslalom in Schladming (18 und 20:45 Uhr) weiter. Das "Nightrace" ist das letzte Rennen vor der WM in Aare, die am Freitag eröffnet wird und am Samstag mit dem Herren-Super-G so richtig losgeht.
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Raich machte wieder gute Punkte für den GesamtweltcupFoto © GEPA
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