Byggmark Slalom-Doppelsieger- Matt wieder Zweiter
Jens Byggmark gewinnt gleich zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden in Kitzbühel. Wieder auf dem zweiten Platz Mario Matt.

Foto © GEPAMario Matt ist vor der WM wieder da
Das ist der pure Wahnsinn. Am Samstag hatte Michael Horn, der ewige Platzsprecher am Hahnenkamm, noch geätzt: "Byggmark, den kennt ja keiner". Doch Byggmark kennt man - er hat auch gestern den Rest der Slalom-Weltelite auf dem Hinterganslern, der Ersatzstrecke, weil der Ganslern nicht zu präparieren war, versetzt. Sieg wieder vor Mario Matt, diesmal nur mit dem Wimpernschlag von drei Hundertstel "schneller". Die einzige Neuheit gegenüber dem Stockerl von Samstag: Rang drei ging dismal an den Südtiroler Manfred Mölgg.
Alter Schwede. Was ist mit dem schwedischen Schiteam passiert? In der Vergangenheit gab es immer einzelne Lichtgestalten. Vor langer Zeit schon den Ingemar Stenmark, dann Pamela Wiberg, jetzt Anja Pärson, bei den Herren bis vor kurzem Fredi Nyberg. Damit war man beim schwedischen Schi-Verband ziemlich zufrieden. Aber nicht jener Mann, den man als Cheftrainer aus Österreich geholt hat: Helmut Krug, ein Tiroler Sturschädel, der den Verbandsboss vor die Alternative stellte: "Entweder wir ändern die Strukturen oder ihr müsst euch einen neuen Trainer holen".
"Werden Slalommacht". Krug ist geblieben, weil er freie Hand bekam. Und weil er versprochen hat: "In drei Jahren sind wir eine Slalommacht". Er nominierte Kader von den Junioren bis zum Weltcup und dort hat er die zehn Mann in einer Gruppe vereint. Im Stubaital, am Mölltaler Gletscher und auf der Reiteralm trainieren Abfahrer und Techniker gemeinsam. Krug: "Von Gruppen halte ich nichts".
"Bauen was auf". Vom Kärntner Marko Pfeifer hielt Krug viel, denn vor sechs Jahren hat er den heute 32-Jährigen angerufen: "Komm zu mir nach Schweden, wir bauen was auf". Jetzt ist der Drautaler für das schwedische Slalom-Wunderteam zuständig - mit dem doppelten Kitzbühel-Sieger Byggmark. Den man jetzt endgültig kennt.
Matt zurück. Keine Überraschung, dass daneben selbst die Rückkehr von Mario Matt in die absolute Weltelite etwas verblasst. "Wieder Zweiter - ich finde es trotzdem super", sagte der Tiroler Minuten nach dem Rennen. "Drei Hundertstel sind kein Unterschied, das ist Glück. Einmal trifft es den, dann den anderen." Mario griff sich beim Interview immer wieder ans Kreuz: "Da ist mir was eingeschossen. Es war im zweiten Durchgang, aber bemerkt habe ich es erst im Ziel".
Raich enttäuschte. Benni Raich hatte als Sechster mit der ganz großen Entscheidung eigentlich nichts zu tun, Manfred Pranger konnte die gute Ausgangsposition nach dem ersten Lauf nicht nützen (2.). Rainer Schönfelder war drauf und dran und - schied aus. Gewohntes zum Schluss: Bode Miller kam nicht ins Ziel, diesmal schied er sechs Tore vor dem Ziel aus.
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Am Dienstag geht es mit dem Nachtslalom in Schladming (18 und 20:45 Uhr) weiter. Das "Nightrace" ist das letzte Rennen vor der WM in Aare, die am Freitag eröffnet wird und am Samstag mit dem Herren-Super-G so richtig losgeht.
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Raich machte wieder gute Punkte für den GesamtweltcupFoto © GEPA
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