ÖSV-Abfahrerinnen zu fehlerhaft und verunsichert
"Lizz" Görgl wollte in Garmisch zu viel. Fenninger und Fischbacher fehlte es eindeutig an Risikobereitschaft.

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Zu fehlerhaft oder verunsichert haben Österreichs Speed-Damen am Samstag in der alpinen Schi-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen agiert. Im Schatten des 50. Weltcupsieges der US-Amerikanerin Lindsey Vonn kam Weltmeisterin Elisabeth Görgl auf Platz sechs, Punkte gab es für auch für Anna Fenninger (13.), Stefanie Moser (17.), Andrea Fischbacher (22.) und Regina Mader (28.). Mit bis zu fünfeinhalb Sekunden Rückstand kamen Nicole Schmidhofer, Christina Staudinger, Mariella Voglreiter und Margret Altacher ins Ziel.
Schon in den Trainingsläufen hatte sich abgezeichnet, dass ein rot-weiß-rotes Topergebnis von der Leistung Görgls abhängen wird. Doch die 30-Jährige wollte laut Ansicht von Rennsportleiter Herbert Mandl zu viel. "Sie hatte mehrere Passagen, die sie einfach nicht so erwischt hat, wie sie es sich vorgenommen hat. Sie wollte halt wieder ein bisserl mehr als im Training. Es hat halt einfach nicht alles zusammengepasst, da ist der Rückstand durchaus erklärbar", meinte Mandl.
Bei Fenninger und Fischbacher hingegen gab es keine augenscheinlichen gröberen Patzer, doch fehlte die Risikobereitschaft, analysierte Mandl. "Da war der Rückstand oben schon sehr groß, aber beim ersten steilen Startstück darf man nicht vier Zehntel hinten sein. Da müssen sie auch dort schon ein bisserl mehr ans Limit gehen. Anna hatte ein gutes Gleitstück in der Hölle, da hat es technisch gepasst, aber sonst tut sie sich schwer, in der Abfahrt richtig an die Grenzen zu gehen. Da ist leider das Vertrauen nicht da. Aber da kann man nichts übers Knie brechen."
Ans Limit gehen
Wenn das nicht von ihr komme, sei das schwer zu lösen, meinte der Damen-Chef. Mann müsse selber die Bereitschaft haben, mehr ans Limit zu gehen. Noch gravierender sichtbar ist das fehlende Vertrauen bei der durch Stürze und Verletzungen völlig verunsicherten Super-G-Olympiasiegerin Fischbacher. "Sie agiert nicht wirklich selber, sie ist da herunter nur Passagier. Das Vertrauen durch die Stürze fehlt völlig, da ist eine Bremse drinnen. Sie kann viel mehr, aber momentan ist nicht mehr möglich und erzwingen kann man das nicht."
Auch die vergangene Saison der Salzburgerin war von Stürzen und kleineren Wehwehchen durchzogen, merkte Mandl an. "Und hundertprozentig fit ist sie sicher nicht, ihr Knie zwickt nach wie vor. Im ersten Training in Garmisch hat sie sich den Daumen verstaucht, das hat ihr gleich die ganze Courage genommen. Sie braucht ein paar Fahrten, dass sie wieder reinkommt."
Erfreulich war der 17. Platz von Stefanie Moser. "Sie hat ganz gute Passagen gehabt, in technischen Teilen verliert sie einfach noch sehr viel, aber die letzten zwei Abfahrten waren sicher passable Ergebnisse. Sie hat einen Schritt vorwärts gemacht", sagte Mandl. Gute Passagen fuhren auch Mader und Schmidhofer, doch mit Fehlern würden sie sich gute Ergebnisse verpatzen. Dagegen gibt es ein Rezept. "Weniger Fehler machen", weiß Mandl.















