Walchhofer und Zettel kämpfen um kleines Kristall
Am Donnerstag hat Österreichs Schi-Team beim alpinen Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen die Chance auf zwei kleine Kristallkugeln.

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Bei den Herren geht Michael Walchhofer als Führender ins Super-G-Finale (10.30 Uhr), bei den Damen liegt Kathrin Zettel vor dem letzten Saison-Riesentorlauf (9.00 und 12.00 Uhr) auf Rang zwei der Disziplinen-Wertung.
Walchhofer hat bereits dreimal den Abfahrts-Weltcup erobert (2005, 2006, 2009), nun bietet sich die Möglichkeit auf die erste Super-G-Kugel. "Die Chancen sind sehr gut, weil es für mich heuer im Super-G bisher viel besser gelaufen ist als in der Abfahrt", meinte Walchhofer, der 46 Punkte vor Aksel Lund Svindal (NOR) und 69 Zähler vor Erik Guay (CAN) führt.
Die beiden Konkurrenten Walchhofers sind gut in Schuss. "Svindal und Guay sind in Bombenform, sie sind beide jederzeit für einen Sieg gut. Dadurch gibt es kein Taktieren für mich, ich muss voll anbrennen und werde riskieren müssen", berichtete der Salzburger, der aller Voraussicht nach noch eine Saison anhängen wird, über seine klare Marschroute für Donnerstag.
Für Herren-Cheftrainer Toni Giger ist die Super-G-Stärke Walchhofers keine Überraschung. "Weil der Michi technisch stark wie nie zuvor Ski fährt", stellte Giger klar. Auch Damen-Coach Herbert Mandl könnte am Donnerstag über eine Kristallkugel jubeln. Zettel befindet sich im Riesentorlauf im Gegensatz zu Walchhofer in der Rolle der Jägerin. Die Niederösterreicherin liegt allerdings nur 26 Punkte hinter der deutschen Leaderin Kathrin Hölzl, die sich die Kugel vor Heimpublikum natürlich nicht mehr nehmen lassen möchte.
Zettel war nach den medaillenlosen Olympischen Spielen in Kanada kürzergetreten, das Crans-Montana-Wochenende hat sie genauso ausgelassen wie die Abfahrt am (heutigen) Mittwoch in Garmisch. Stattdessen trainierte Zettel daheim auf dem Hochkar und brachte ihr permanent entzündetes Knie so gut wie möglich in Schuss. Ihre langwierigen Knieprobleme will Zettel im Sommer in den Griff bekommen, sie will sich deshalb von Kopf bis Fuß durchchecken lassen.
Mandl ist optimistisch. "Sie hat beim Training gut ausgeschaut, bis zum Rennen sollte sie wieder in Schuss sein. Im Riesentorlauf sind ihre Chancen sicher am besten." Zettel hat auch noch am Samstag im Slalom Chancen auf Platz eins in der Disziplinen-Wertung.















