Olympia kommt bald in Schwung
Erster Lokalaugenschein: Olympia scheint in Vancouver nebenher zu laufen - vorerst noch. Von Winter ist in Vancouver nicht viel zu merken.

Foto © AP
Am Flughafen in Vancouver, kurz nach 20 Uhr, stöhnt einer der zahlreichen freiwilligen Helfer bereits ein wenig. "Weißt du", sagte er, "heute ist Rekordtag. So viele wie am Montag kommen an keinem anderen Tag zu den Spielen." Und er schweißt die nächste Akkreditierung in eine Plastikfolie. In der Ankunfthalle folgt man den Wegweisern, die einen zu den Olympischen Spielen führen sollen. Kurz kommt sogar etwas wie Stimmung auf, denn rund 20 Personen schwenken Fahnen und und begrüßen - ja, wen eigentlich? - eine nicht sichtbare Delegation; die türkische: "Türkiye, Türkiye", hallt es durch die Halle.
Von Winter ist in Vancouver nicht viel zu merken
Nach knapp einer Stunde ist auch der richtige Bus gefunden und die Fahrt nach Downtown Vancouver beginnt. Überdimensionale olympische Ringe - in grün gehalten - an der Flughafen-Ausfahrt weisen darauf hin, dass es "ernst" wird. Viel mehr ist es nicht. Denn auf den Hauptverkehrswegen gibt es zwar Fähnchen, die Olympia verkünden, sonst sind es aber eher die Hinweisschilder für Straßensperren, die vermuten lassen, dass hier am Freitag das größte Wintersport-Ereignis der Welt beginnt. Apropos: Von Winter ist in Vancouver nicht viel zu merken. Angenehme sechs Grad um 20 Uhr abends - für einige Grund genug, die kurzen Hosen auszuführen. Ein Spaziergang in der Stadt zeigt: Abgesehen von ein paar "Go, Canada, Go"-Transparenten ist es rund ums "Olympische Viertel" ruhig. Dafür besticht die Stadt am Pazifik auch abends mit ihrem Reiz. Und jeder versichert: Olympia, das wird schon noch. Wenn es anfängt, wird Kanada Kopf stehen.
















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