Schönfelder warnt: Schisport ist in Gefahr
Rainer formulierte in Klagenfurt freche Fragen an die Verantwortlichen. Thomas Morgenstern setzt auf Heinz Kuttin.

Foto © GEPARainer Schönfelder
Rainer Schönfelder war für viele im Internationalen Schiverband (FIS) schon immer ein Unbequemer. Bei der Autogrammstunde am Mittwoch bei "Sportoptik Urabl" in den Klagenfurter City Arkaden legte der Bleiburger noch einmal nach: "Der Schisport ist in ernster Gefahr. Nicht wegen der Wirtschaftskrise und auch nicht wegen dem fehlenden Schnee. Sondern weil die Beteiligten teilweise gegeneinander arbeiten. Wenn die FIS links sagt, sagen manche Verbände - schon aus Trotz - rechts. Soll nicht alles den Bach hinunter gehen, muss ein Schulterschluss her. Es gibt viele Menschen, die nur einen Job haben, weil es den Schirennsport gibt. Gian-Franco Kapser ist nur FIS-Präsident sein, weil es Rennen gibt. Fallen die weg, ist er höchstens noch zu Hause Familien-Präsident."
Entlastungen. Und der 31-Jährige stellte gleich noch drei Fragen: "Wer ist von wem abhängig, die FIS von den Schifirmen oder umgekehrt? Was ist, wenn die Schierzeuger kein Geld mehr haben? Was passiert mit uns Läufern, müssen wir uns dann die Schi selbst bauen?" Für Rainer sind die "Erzeuger in der Vergangenheit übermäßig belastet worden. Was die Autofirmen für die Formel 1 sind, sind die Schifirmen für uns. Während sich aber Mister Formel 1, Bernie Ecclestone über Entlastungen für die Partner nachdenkt, fehlt mir von der FIS jeglicher Plan. Scheinbar brennt für Kapser & Co. der Hut noch nicht genug."
Keine Sparmaßnahmen. Rainer persönlich treffen die Sparmaßnahmen der "Firmen nicht, da meine Verträge bis zur WM 2011 laufen". Da will er dabei sein: "Ich stehe voll im Training, auch wenn ich am Schienbein noch immer einen handfläche großen Fleck ohne Gefühl habe. Da mir niemand sagen kann, ob es je wieder kommt, muss ich damit leben und arbeiten."
Wirtschaftskrise . Schwer schuften muss auch Thomas Morgenstern, dem das aber Spaß macht: "Ich bin extrem hoch motiviert, nächste Saison in der Jägerposition." Eine Neuerung zaubert "Morgi" ein Strahlen ins Gesicht: "Mit Heinz Kuttin gibt es jetzt einen Stützpunkttrainer, der beim Training dabei, meine Ansprechperson ist. Jahrelang hatte ich keine." Die Wirtschaftskrise der Schi-Firmen trifft den 22-Jährigen "schon, aber nicht so hart wie die Alpinen, weil wir nur einen Bruchteil von denen verdienen." Trotzdem würde "Morgi" auf "ein bisschen Geld verzicht, damit mir meine Firma ordentliches Material zur Verfügung stellen kann".
















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