Andreas Buder "metallfrei" Richtung Comeback
Andreas Buder befindet sich voll auf Kurs Richtung Comeback.

Foto © APAAndreas Buder, die Zeit des Wartens ist vorbei
Der Niederösterreicher ist seit 27. April wieder
"metallfrei" - die sechs Schrauben und die Platte im rechten Knie
wurden entfernt - und arbeitet an seiner Rückkehr in den Ski-Weltcup.
Derzeit absolviert Buder Konditionseinheiten, in der letzten
Juli-Woche wird der ÖSV-Abfahrer dann in Zermatt seine ersten
Schneeeinheiten absolvieren, Mitte August geht es ins
ÖSV-Speed-Trainingslager nach Chile.
Ziel im Visier. "Das Ziel Olympia hat mir über die Verletzung hinweggeholfen",
meinte Buder am Dienstagabend in Wien im Rahmen der 15-Jahr-Feier von
ÖSV-Partner Peeroton (Sport- und Zusatzernährung). Seit seinem
schweren Sturz im Kitzbühel-Training am 16. Jänner 2008 inklusive
Bruch des rechten Schienbeinkopfes hat der Göstlinger, der am Freitag
seinen 30. Geburtstag feiert, kein Rennen bestritten und viel Zeit
mit Ehefrau Gitti und Sohn Elias verbracht.
Sieg der Vernunft. Im vergangenen Winter hatte Buder noch leise Hoffnungen auf einen
WM-Start in Val d'Isere gehegt, doch kurz nach Weihnachten blies er
dann das Unternehmen ab. "Es war vernünftig, zu Weihnachten einen
Schlussstrich unter die Saison zu ziehen. Dadurch ist viel Druck von
mir gefallen. Danach konnte ich die Vorbereitung Richtung
Olympia-Saison starten", erklärte Buder, dessen zwölf Zentimeter
lange OP-Narbe noch geschwollen und der Unterschenkel leicht
beleidigt ist.
Konditioneller Vorteil. Buder hat sich durch die rennfreie Zeit im Vergleich zu seinen
Kollegen sogar einen konditionellen Vorteil verschafft. "Mein
Kondi-Block dauert ja schon viele Monate, dadurch habe ich bei der
Grundlagenausdauer einen gewissen Vorteil und kann die Radeinheiten
schon intensiver gestalten", erklärte Buder, der die Gesamtintensität
des Trainings schmerzabhängig gestalten muss. Lediglich bei einem
Fallschirmsprung im Rahmen eines ÖSV-Camps in Kapfenberg musste Buder
passen, am Tag zuvor war er noch mit Krücken unterwegs gewesen. Den
Sprung will Buder aber auf jeden Fall nachholen.
Denn Angst hat Buder weder vorm Fallschirmspringen noch vor seiner
Rückkehr auf die Kitzbüheler Streif, die zwei Jahre nach seinem
Abwurf bei der Hausbergkante im Jänner 2010 wenige Wochen vor Olympia
in Kanada stattfinden soll. Nach kurzem Zögern meinte Buder: "Das
wird sicher kein Problem."
















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