Auch zwei Stürze konnten ÖSV-Adler nicht stoppen
Österreich holten in Vikersund den ersten Teamsieg bei einem Weltcup-Schifliegen. Gregor Schlierenzauer stürzte gleich zwei Mal und war danach sauer auf die Jury.

Foto © ReutersSchlierenzauer & Co. "stürzten" zum Erfolg
Er flog und flog und flog und setzte erst bei 224 m auf. Eine Weite, die man auf dem Schiflug-Bakken von Vikersund nicht stehen kann. Und so kam es wie kommen musste: Gregor Schlierenzauer riss nach der Landung einen Stern. Kaum wieder auf den Beinen, blickte er hinauf zum Richter-Turm und zeigte den Herren der Jury den "Vogel". Zurecht, hätten die Verantwortlichen doch den Anlauf verkürzen müssen, nachdem bereits zuvor Harri Olli mit 219 m einen Schanzenrekord aufgestellt hatte...
Zu langer Anlauf.
Schon im ersten Durchgang (213 m) hatte der Stubaitaler, der schon öfter in dieser Saison einen zu langen Anlauf kritisierte, unfreiwillige Bekanntschaft mit dem Schnee gemacht, doch resultierte dieser Sturz aus einem Fehler des Tirolers. Trotzdem feierte Österreich - neben Schlierenzauer waren noch Martin Koch (der hatte kurzfristig mit 216,5 m den Schanzenrekord inne), Wolfgang Loitzl und Thomas Morgenstern dabei - vor Finnland und Norwegen den ersten Team-Sieg bei einem Weltcup-Schifliegen.
Verständnis.
"Nach dem zweiten Durchgang verstehe ich Gregors Reaktion, gerade beim Schifliegen, der Königsdisziplin, steht man unter höchster Anspannung", verteidigte ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner seinen "Überflieger" Schlierenzauer anschließend.
Rekord soll fallen.
Der 19-Jährige kann beim Einzel-Fliegen am Sonntag (13.45 Uhr, ORF 1 live) bereits den Sieg im Gesamtweltcup fixieren. Im Nationencup hält der "ÖSV-Adlerhorst" bereits bei 6646 Punkten - läuft alles glatt, sollte der eigene Rekord aus dem Vorjahr (6734 Zähler) bereits am Sonntag fallen.
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Deutliches Zeichen in Richtung Jury: Gregor SchlierenzauerFoto © APA
ÖSV-Team
Martin Koch, Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer
















