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Zuletzt aktualisiert: 13.03.2009 um 19:35 UhrKommentare

Nach RTL-Sieg: 2 Punkte fehlen Raich auf die große Kugel

Es war ein echter Krimi zwischen Benni Raich und Didier Cuche um RTL-Kristall - mit dem besseren Ende für den Schweizer. Platz drei reichte Cuche (SUI), obwohl Raich den Tagessieg vor Ted Ligety (USA) holte. Svindal schied aus - deshalb ist im Gesamt-Weltcup wieder alles offen.

Benni Raich machte wichtige Punkte im Rennen um den Gesamtweltcup

Foto © GEPABenni Raich machte wichtige Punkte im Rennen um den Gesamtweltcup

Das letzte Rennen muss die Entscheidung bringen. Spannender könnte es vor dem Slalom der Herren heute in Aare nicht sein: Ganze zwei Punkte trennen Benjamin Raich und Aksel Lund Svindal - und für beide ist diese Situation nicht neu: Schon 2007 beim Weltcup-Finale in der Lenzerheide waren es diese beiden Akteure, die sich im letzten Rennen die große Kristallkugel ausfuhren: Damals gewann Raich den Slalom - doch Svindal reichte ein 15. Platz (als 16. wäre er ohne Punkte geblieben), um sich erstmals in seiner Karriere den Sieg im Gesamtweltcup zu sichern. Mit 13 Punkten Vorsprung; so knapp waren seit der Umstellung des Punktesystems in der Saison 1991/92 (seither gibt es 100 Punkte für den Sieger und Punkte für die besten 30 Fahrer, außer beim Weltcup-Finale) nie zwei Akteure am Ende getrennt.

RTL-Sieg für Raich. Dabei hatte es vor dem Riesentorlauf alles andere als gut für Raich ausgesehen, schließlich betrug sein Rückstand auf den 26-jährigen Svindal schon 102 Punkte. Doch einmal mehr bewies Raich, zu welchen Ausnahme-Leistungen er fähig ist, wenn es hart auf hart geht: Der Pitztaler gewann den dritten Riesentorlauf in dieser Saison bei widrigsten Bedingungen und starkem Schneefall im zweiten Lauf, der von einer Erkältung und Grippe geschwächte Svindal blieb ohne Punkte - und damit trennen die zwei universellsten Schifahrer der Gegenwart nur zwei Zähler vor dem letzten Einzelrennen dieser Saison.

Vorzeichen. Die Vorzeichen stehen ähnlich wie 2007 - und doch völlig umgekehrt: Damals hätte Raich im letzten Rennen 97 Punkte gut machen müssen - alles andere als ein Sieg hätte ihm nicht geholfen. Damals fuhr Svindal die notwendigen Punkte ein und holte sich den Gesamt-Weltcup; Raich durfte sich damals mit dem Erfolg im Slalom-Weltcup trösten, den er sich dank des Sieges fünf Punkte vor Mario Matt gewann. Diesmal gewann Raich schon den Riesentorlauf und machte damit sein Manko vor dem letzten Rennen minimal; dafür verlor er trotz des Sieges den Weltcup in der Disziplinen-Wertung, den sich Didier Cuche mit Platz drei sicherte.

Konter. Diesmal eröffnete Aksel Lund Svindal mit seinem Sieg in der Abfahrt und Platz zwei im Super-G das Weltcup-Finale ähnlich stark wie vor zwei Jahren; aber im Gegensatz zu damals, als Raich im Riesentorlauf (den ebenfalls Svindal gewann) ausgefallen war, konterte Raich diesmal mit einem Sieg. Theoretisch klingt die Aufgabe für Raich einfach: Weil Svindal angeschlagen und vor allem in schlechter Slalom-Form ist, würde dem Pitztaler wohl ein 15. Platz zum Sieg reichen - wie damals Svindal. Aber: "Es schaut einfacher aus, als es ist", meinte Raich, "auch 15. muss man erst einmal werden." Fix ist nur: Noch nie hatte ein Weltcup-Sieger so wenige Punkte wie diesmal.

MICHAEL SCHUEN

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Samstag:
Herren-Slalom: 1. Lauf ab 9:00 Uhr, 2. Lauf ab 11:30 Uhr
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