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Zuletzt aktualisiert: 07.03.2009 um 18:48 UhrKommentare

Ein rot-weiß-rotes Duell um Kristall

Klaus Kröll gewann in Kvitfjell seine erste Weltcup-Abfahrt vor Michael Walchhofer. Nur noch einer der beiden kann Kristall holen.

Foto © GEPA

Drei Jahre lang war Michael Walchhofer der einzige ÖSV-Läufer, der eine Weltcup-Abfahrt gewinnen konnte. Jetzt gibt es endlich einen zweiten: Klaus Kröll triumphierte in Kvitfjell erstmals in seiner Karriere in der Königsdisziplin, knapp vor Walchhofer und Vortagessieger Manuel Osborne-Paradis. Damit kommt es beim Finale nächste Woche in Åre zum Duell der beiden ÖSV-Läufer um die wichtigste kleine Kristallkugel. Kröll liegt 75 Zähler zurück.

Spannung. "Walchi hat acht von zehn Fingern auf dem Kristall, ich nur zwei. Daher denke ich nicht an den Gesamtsieg", gab sich der Steirer sportlich: "Für mich war schon heute Zahltag. Ich habe immer von einem Triumph in der Königsdisziplin geträumt." Daher stellt der 28-Jährige diesen ersten Platz mit jenen beim Super-G in Kitzbühel gleich: "Er ist auf jeden Fall auf einer Stufe mit Kitz." Nach der Siegerehrung ärgerte sich Kröll über den 13. Platz vom Freitag: "Mit einem bessern Rang hätte ich den Kampf um den Abfahrts-Weltcup noch spannend machen können." Dass es seinem Teamkollegen nicht gelang, störte Walchhofer gar nicht: "Der Klaus kostet mir noch Nerven. Im Schisport kann alles passier und Kröll ist in einer beneidenswerten Form." Dazu tragen auch die neuen Schi bei.

Heimat. "Seit der Abfahrt in Bormio fahre ich den Salomon-Powerline, ein Doppeldecker-Modell. Damit fühle ich mich wohl", dankte Klaus seinem Ausrüster und widmete sich Freundin Silvia und Söhnchen Tim. Die beiden drücken ihm in Norwegen die Daumen. "Ihre Anwesenheit vermittelt mir ein Gefühl der Heimat. Ich kann mit ihnen die Freizeit verbringen. Das ist die Ablenkung, die ich brauche." Obwohl ausgeschieden, stand Benni Raich lächelnd im Ziel: "Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich nach zwei Abfahrten Führender im Gesamt-Weltcup bin." Punktegleich mit ihm ist Ivica Kostelic.


Ergebnis:

1. Klaus Kröll
2. Michael Walchhofer
3. Manuel Osborne-Paradis
4. Hans Olsson
5. Werner Heel
6. Peter Fill
7. Robbie Dixon
8. John Kucera
9. Erik Guay
10. Andrej Jerman

Programm

Am Sonntag wird ein Super G ausgetragen.

Foto

Foto © Reuters

Walchhofer auf Rang 2Foto © Reuters

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Foto: GEPA

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