"Endlich darf ich wieder zur Siegerehrung"
Abfahrt in Tarvis sensationell an Gina Stechert. Renate Götschl Sechste.

Foto © APGina Stechert holte ihren ersten Weltcup-Sieg
Diese Siegerin hatte niemand auf der Rechnung. Wer gestern zehn Euro auf Gina Stechert als Erste in der Abfahrt in Tarvis gesetzt hätte, wäre um 500 Euro reicher gewesen. Die Deutsche, die im Weltcup noch nie auf das Podest gefahren war, gewann 0,01 Sekunden vor Lindsey Vonn. "Nie im Leben hätte ich an den Triumph gedacht, er überraschte mich genau so wie alle anderen", sprudelte es aus der 21-Jährigen aus Oberstdorf heraus. Sie gab zu: "Die Strecke mit den vielen Gleitpassagen, Kurven und Sprüngen liegt mir. Jene in Lake Louise ist ähnlich, da war ich heuer Vierte." Verärgert stand Vonn im Ziel: "Das eine Hundertstel tut mir mehr weh als eine Niederlage mit einer Sekunde."
Juhu. Knapp mehr als diese eine hatte die beste Österreicherin, Renate Götschl, als Sechste Rückstand. Und die Steirerin freute sich riesig über das beste Saisonergebnis: "Das hatte wieder was mit Schifahren zu tun." Etwas anderes freute die 33-Jährige aber noch mehr: "Ich darf endlich wieder einmal zu einer Siegerehrung. Es ist das zweite Mal in diesem Winter, juhu." Vor der Überraschungssiegerin zog die Speed-Queen den Hut: "Ich sah ihre Fahrt, die war sensationell. Sie ist eine würdige Siegerin. Außerdem - endlich gelang es einer, die Lindsey zu schlagen."
Erklärung. Abgeschlagen waren die anderen ÖSV-Damen. Elisabeth Görgl wurde 13., Andrea Fischbacher 29. "Auf dem Podium steht keine unter 70 kg Körpergewicht", versuchte Götschl eine Erklärung. Im heutigen Super G kann Österreich zurückschlagen.
Fakten
Am Sonntag haben Österreichs Damen im abschließenden Super-G am Sonntag in Tarvis die Chance zur Rehabilitierung. Topfavoritin ist allerdings erneut Lindsey Vonn.
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Das SiegerbildFoto © AP
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Aufwind für Renate GötschlFoto © APA

















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