"Marathon-Training": Walchhofer holt Bestzeit in Kitz
Das erste Training auf der Kitzbüheler Streif ist absolviert, der Abfahrt am Samstag steht nichts im Weg. Michael Walchhofer war nach einer Schrecksekunde der Schnellste, alle acht Vorläufer sind gesund.

Foto © APANebel machte den Abfahrern das Leben schwer
Der Christophorus-Hubschrauber schwebte pünktlich zum Trainingsbeginn um 10 Uhr ein. Hinter dem großen Vip-Zelt beim Zielstadion stapelten sich noch die Christbäume, die in den nächsten Tagen das Zelt schmücken werden. Exakt 69 Zuschauer und zwei Burschen mit Schneeschaufeln standen auf der Tribüne.
Schneidiger. Aber da war nichts zu machen und so klopfte er später seinen Freund und Arbeitskollegen Stefan im grasgrünen Rennanzug auf die Schulter. "Zeit hab' ich Gott sei Dank keine mitbekommen, aber am Samstag gehen wir es schneidiger an." Insgesamt haben sich doch noch acht Vorläufer gefunden, die für Kost, Logis und Taggeld als Vorläufer unterwegs sind. "Matsch bin i", gestand übrigens der Schweizer Dachdecker. Übersetzt heißt das: "Erschöpft".
Höhenrekord. Es war dann ein Marathon-Training für die Abfahrer bei Nebel und einige Schneeflöckchen. Immer und immer wieder leuchtete das "Stop"-Signal auf, das eine Rennunterbrechung anzeigt. Michael Walchhofer musste sogar 40 Minuten auf seinen Start warten, dafür hob er dann beim Zielsprung mit Tempo 136 spektakulär ab. "Ich hab' den Sprung total unterschätzt. Die Schi haben Luft bekommen und ich dachte: Hoppala, jetzt musst du schauen, dass du drüber kommst. Für einen Adrenalinstoß war's zu wenig, aber es war neuer Höhenrekord."
Schnellster. Walchhofer war schlussendlich Trainingsschnellster vor Didier Cuche, Christoph Gruber und Bode Miller sowie Hermann Maier ("Es wird besser"). Klaus Kröll war glücklich über Rang sieben, weil er mit der neuen Spezialschiene aus Kunststoff auf seiner verletzten Hand schmerzfrei Schifahren kann. Und Walchhofer hatte noch einen Seitenhieb in Richtung Schweiz zu den Unkenrufen nach dem Wengen-Debakel parat: "Die beste Antwort wäre ein Ergebnis, bei dem ihnen das Lachen vergeht..."
Features
Schi-WM
Kitz-Programm
Freitag:
11.30 Uhr: Super-G
Samstag:
11.30 Uhr: Abfahrt
Sonntag:
10.15 Uhr: Slalom, 1. Lauf
13.00 Uhr: Slalom, 2. Lauf
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Walchhofer war der SchnellsteFoto © APA















