Montag der Hiobsbotschaften: Auch Kröll und Holaus verletzt
ÖSV-Abfahrer Kröll will trotz Mittelhand-Knochenbruch in Kitz starten. Maria Holaus muss wegen eines Meniskuseinrisses auf Cortina verzichten.

Foto © GEPAKlaus Kröll
Montag der Hiobsbotschaften für Österreichs alpines Abfahrts-Teams! Klaus Kröll hat bei seinem Trainingssturz vergangene Woche in Wengen doch einen gravierenden Mittelhand-Knochenbruch erlitten und Maria Holaus fährt offenbar schon seit längerem mit einem Meniskus-Einriss im linken Knie. Während die Tirolerin deshalb diese Woche an den Weltcup-Rennen in Cortina d'Ampezzo nicht teilnehmen kann, will Kröll in Kitzbühel an den Start gehen.
Brüche. Ob der schmerzresistente Steirer knapp zwei Wochen vor der WM dieses Vorhaben in die Tat umsetzen kann, muss laut ÖSV-Herrenchef Toni Giger aber erst noch abgeklärt werden. Denn Kröll hat sich in Wengen gleich drei Mittelhandknochen der rechten Hand gebrochen, einer davon ist regelrecht zertrümmert. Das ergab eine MRI-Untersuchung im UKH Salzburg bei Dr. Arthur Trost. An sich müsste Kröll mit einer so schweren Verletzung bis zu sechs Wochen pausieren.
ÖSV-Team
Start in Kitzbühel. Der 28-jährige Öblarner, der trotz dieser Verletzung vergangenen Samstag an der Wengen-Abfahrt teilgenommen hat, nach einem Sturz aber nur 50. geworden war, ließ sich dennoch eine abnehmbare Gipsmanschette verpassen. Dank dieser will er einen Start in Kitzbühel sichern.
Nur ein Siegfahrer.
Fällt auch Kröll noch aus, würde Österreich mit Michael Walchhofer
derzeit in der Abfahrt über nur noch einen Siegfahrer verfügen,
nachdem mit Mario Scheiber, Hans Grugger, Andreas Buder und Rainer
Schönfelder gleich vier Topfahrer im Speed-Bereich die Saison bereits
vorzeitig beenden mussten. Auch Thomas Graggaber fehlt in Kitzbühel
wegen einer Schulterverletzung.
Dilemma.
Andreas Evers, Coach der ÖSV-Speed-Kombi-Gruppe, war sich einen
Tag vor dem ersten Abfahrtstraining in Kitzbühel des Dilemmas
bewusst. "Aber Jammern hilft nichts. Müssen sich eben die anderen
mehr ins Zeug legen", meinte der Gruppentrainer, dem mittlerweile
eine fast komplette Abfahrts-Mannschaft abhandengekommen ist.
Verletzungsteufel.
Die "Anderen", das sind z.B. Christoph Gruber, Georg Streitberger
oder Hannes Reichelt. Selbst im ohnehin schütteren Nachwuchsbereich
hat der Verletzungsteufel zugeschlagen. So hat sich der 19-jährige
Max Franz, Neffe des ehemaligen Weltklasse-Abfahrers Werner Franz,
unlängst bei seiner Europacup-Siegesfahrt in Wengen ebenfalls eine
Knieverletzung zugezogen. Franz sei laut Evers im Speedbereich ein
ähnliches Talent wie Marcel Hirscher im Slalom.
Foto

Holaus laboriert an einem MeniskuseinrissFoto © GEPA

















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